Sunday 23. June 2024
Termine
Mon., 24. June 2024 18:30
Online-Workshop Milieu-sensible Pastoral
Mon., 11. November 2024 19:30
Online-Treffen: updateERZDIÖZESE WIEN

Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 9-16 Uhr, Freitag 9-12 Uhr

[1] 1010 Wien, Stephansplatz 6, Stiege 1, 5. Stock

Bausteine eines Pastoralkonzepts

Unser Auftrag & Unsere Sendung

 

In einem Leitbild werden der spezifische Auftrag und die Sendung der Getauften in der Pfarre beschrieben. Auch eine Vision für die Pfarre findet hier ihren Platz.

 

Zudem finden sich darin Informationen hinsichtlich des Selbstverständnisses der Pfarre (z.B. Haltungen, Werte, …). Es gibt also Auskunft über das Wozu und das Wie wir Kirche sind.

Das hier gezeichnete Bild der Pfarre dient als Fundament des Pastoralkonzepts und seiner Umsetzung.

Es steht im Kontext mit den für eine Diözese aktuell leitenden Grundsätzen und Zielen.

 

Konsenstext

Leitbild bzw. Vision sind ein Konsenstext. Der Pfarrgemeinderat und alle an der Erarbeitung Mitwirkenden müssen diesem zustimmen können. Inhalte anderer Kapitel eines Pastoralkonzepts können hingegen unterschiedliche Blickwinkel nebeneinander wiedergeben.

 

Leitsatz bzw. Vision

Es ist sinnvoll, den im Leitbild beschriebenen Auftrag und die Sendung der Pfarre in einem gemeinsamen (biblischen) Leitsatz bzw. einer Vision ‚zusammenzufassen‘. Beide stehen wie ein Motto über dem Pastoralkonzept und sollten sich leitend durch alle Teile des Konzepts und pfarrlichen Lebens ziehen.

Eine Vision zeichnet sich zudem dadurch aus, dass sie sprachlich kurz und prägnant formuliert ist und ein Zukunftsbild der Pfarre zeichnet, als wäre dieses bereits Realität. Sie ist nicht zu verwechseln mit einem mittelfristig zu erreichenden Ziel. Sie ähnelt in der Formulierung einem Slogan.

 

Unterstützung für die Erarbeitung

Leitende Fragen zur Erarbeitung eines Leitbilds oder einer Vision finden sich hier zum Download: Unser Auftrag & Unsere Sendung – leitende Fragen

 

Beispiele für Formulierungen von (biblischen Leitsätzen) und Visionen aus anderen Pfarren finden sich hier: Unser Auftrag & Unsere Sendung – Beispiele Leitsätze und Visionen

 

Methoden für die Erarbeitung

Methoden zur Erarbeitung eines Leitbilds oder einer Vision finden sich gesammelt hier zum Download: Unser Auftrag und Sendung - Methodensammlung

 

Und hier geht's direkt zu ausgewählten Methoden:

 

Wozu & Wie-Kreis

Die Teilnehmer/innen machen sich in kurzer, prägnanter Form schriftlich Gedanken über das

  • ‚Wozu‘ wir Kirche sind
  • und in Folge darüber, ‚Wie‘ wir Kirche sind.

Die Stichworte zu den Fragen werden in die beiden Kreise geschrieben.

In einem weiteren Arbeitsschritt erhalten die Teilnehmer/innen Formulierungsbeispiele zu den beiden Fragen. Sie sollen diese anhand ihrer gesammelten Gedanken weiterführen, fertig formulieren.

 

Formulierungsbeispiele ‚Wozu-Kreis‘:

  • Wir sind da, um …
  • Wir glauben daran, dass …
  • Als Pfarre sind wir da, weil …
  • Unser Auftrag ist …
  • Wir sind berufen zu …
  • Sinn und Zweck unserer Pfarre ist …
  • Unsere Bestimmung ist, …
  • Wir glauben, dass Gott von uns will, dass …

 

Formulierungsbeispiele ‚Wie-Kreis‘:

  • Reich Gottes wird bei uns erfahren, indem …
  • Unser Miteinander ist geprägt durch, …
  • Diese Werte leiten uns, ...
  • Unsere Haltungen können beschrieben werden als, …
  • Uns macht aus, dass …
  • Dem Vorbild Jesu folgend sind wir als Kirche, …
  • Wie wir christliche Gemeinschaft leben, zeigt sich, …
  • Wir sind geleitet durch, …

 

Es kann sinnvoll sein, mehreren oder allen Teilnehmer/innen den gleichen Satzanfang zur Weiterformulierung als Auftrag zu geben. In einer gemeinsamen Reflexion können so gleiche, ähnliche oder konträre Ansätze zum Wozu und Wie der Pfarre verglichen werden.

Die so entstandenen Formulierungen dienen der weiteren Ausarbeit eines Leitbilds.

 

Nähere Informationen und Anregungen:

https://www.iit-berlin.de/wp-content/uploads/2021/12/Anleitung-Golden-Circle.pdf, 2.5.2022.

Werte & Haltungen - Checklisten

In einem Leitbild werden nicht nur der spezifische Auftrag und die Sendung der Getauften in der Pfarre beschrieben, sondern auch leitende Werte und Haltungen im Miteinander und im konkreten pastoralen Tun.

Aus einer Vielzahl von guten Werten und Haltungen die wichtigsten für eine Pfarre auszuwhälen oder jene, an denen man weiter arbeiten möchte, ist nicht so einfach.

 

Checklisten mit einer Vielzahl an Wertbegriffen und einer genauen Beschreibung der methodischen Vorgehensweise zur Auswertung - als Grundlage für ein Pastoralkonzept - finden sich hier zum Download: Leitbild - Checklisten Werte & Haltungen

Wort Gottes – Auftrag und Sendung

Zu Beginn steht eine Wort-Gottes Feier und der Austausch über eine Schriftstelle. Ausgehend von dieser stellen sich die Teilnehmer/innen die Frage: 

  • Welchen Auftrag und welche Sendung für unsere Pfarre erkennen wir aus Gottes Wort?

Eine Variante könnte sein, dass jede/r Teilnehmer/in eine für sie/ihn signifikante Schriftstelle zu dieser Fragestellung im Vorfeld auswählt und zum Treffen mitbringt. Im Erzählen weshalb gerade diese Schriftstelle für die eigene Pfarre und ihren Auftrag von Bedeutung erscheint, und im Austausch über die unterschiedlichen Ansätze, wird überlegt, was allen gemeinsam von Gott inspiriert erscheint.

Ecclesiopreneurship Canvas

Die Methode des ‚Business Model Canvas‘ (dt.: Geschäftsmodell-Leinwand) ist ursprünglich zur Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen entstanden. 

 

„Nach derselben und weltweit etablierten Logik wie bei kommerziellen, sozialen oder ökologischen Startups modelliert man auf der Ecclesiopreneurship Canvas mit bunten Haftnotizen neue Projekte oder analysiert vorhandene, um in kleinen Schritten (agil!) zu einem funktionierenden Konzept zu kommen.“ 

 

Diese Methode unterstützt die Beschäftigung mit dem pastoralen Auftrag, der Vision und Mission einer Pfarre:

  •  ‚Wozu ist Kirche da? 
  • Und was bedeutet das für uns?‘

So die beiden Impulsfragen, welche sich auf der Canvas-Vorlage finden. 

 

Nähere Informationen und Anregungen: ‚Gründerhandbuch für pastorale Startups und Innovationsprojekte‘ von Florian Sobetzko und Matthias Sellmann, 2017.

Kirchenbilder

Alle die sich in der Kirche engagieren, handeln nach einer Vision von Kirche.

Anhand von gezeichneten Kirchen-Bildern kann man über die gemeinsame Kirchenvision reflektieren. Es soll dabei geklärt werden, welche Kriterien und Merkmale den eigenen Ort des Kirche-seins kennzeichnen. Dies hilft bei der Beantwortung der Fragen ‚wozu, wer und wie sind wir‘ als Pfarre im Rahmen eines Leitbilds.

Das Materialpaket Kirchenbilder findet man hier zum Download: Kirchenbilder

Textarbeit

Ein kirchlicher Text (z.B. Hirtenbriefe der letzten Jahre, Evangelium Gaudii, usw.) oder eine biblische Schriftstelle werden wie bei der Methode Bibel-Teilen anhand der Fragestellung ‚Unser Auftrag? Unsere Sendung?‘ auf die eigene Pfarre hin reflektiert.

Die Ergebnisse werden auf Moderationskarten festgehalten und dienen der Weiterarbeit.

 

Tipps zum Bibel-Teilen findet man hier: Bibel-Teilen.

„Ich träume von einer Pfarre...“

Aus einer großen Auswahl von Spruchkarten, wählen die Teilnehmer/innen jene aus, welche mit Blick auf ihre Pfarre am meisten ihrem ‚Traum‘ von Pfarre entspricht.

Im gemeinsamen Gespräch über die jeweiligen Pfarr-Träume sollen häufig vorkommende, übereinstimmende, gegenteilige Ansichten, Wünsche, Beobachtungen etc. notiert werden.

Diese Punkte dienen der Erarbeitung eines gemeinsamen Leitbildes.

 

Diverse Spruchkarten, Lesezeichen, Bibelkarten usw. sind im Behelfsdienst der Erzdiözese Wien erhältlich.

Stationen-Gottesdienst zum gemeinsamen Priestertum
Das Thema ‚Gemeinsames Priestertum aller Getauften‘ soll das Bewusstsein für die je eigene Berufung und Verantwortung fördern:  Jede/r ist zur Beteiligung gerufen und soll darin ernstgenommen werden.
Bei jeder Station steht ein Evangeliums-Vers – Impuls sowie Fragen zum Nachdenken und eine Aktion. Auf einem Plakat werden die Gedanken der einzelnen Teilnehmer/innen zu den Schriftstellen gesammelt. Die Stationen werden einzeln und in beliebiger Reihenfolge besucht. Den gemeinsamen Abschluss bildet eine Taufgedächtnisfeier.
Die Plakate mit den verschriftlichten Gedanken dienen der Weiterarbeit am Leitbild.
Mind-Map

Auf einem Plakat bzw. Plakatwand befindet sich in der Mitte ein für die Pfarre charakteristisches Bild. Davon ausgehend führen fünf Hauptlinien mit folgenden Fragen:

  • Was will Gott heute von uns?
  • Warum gibt es uns?
  • Wozu gibt es uns?
  • Wer sind wir?
  • Welche Werte leiten uns in unserem Tun?

Im Sinne einer Mind-Map schreiben die Teilnehmer/innen ihre Gedanken und Assoziationen zu den jeweiligen Fragen auf das Plakat. Man kann dabei auch Stichworte von anderen unterstreichen, hervorheben, ergänzen, mit anderen verbinden, eine Frage dazu schreiben …

Vom Redaktionsteam werden die gesammelten Assoziationen in einem Leitbildtext zusammengefasst.

Bis zu EUR 5.000,- durch den Innovationsfonds der Erzdiözese Wien.

Einreichschluss: 15. Mai und 15. November.

Synodaler Prozess 2021-2024

Pfarrgemeinderäte sind gelebte Synodalität. Wie Kirche in ihrer Gesamtheit Gemeinschaft, Partizipation und Mission lebt, wird weltweit in einem synodalen Prozess erarbeitet.

Pastoralamt der ED. Wien Pfarrgemeinderäte und Pastorale Strukturentwicklung
Pastoralamt der ED. Wien Pfarrgemeinderäte und Pastorale Strukturentwicklung
Stephansplatz 6/1/5/501
1010 Wien

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