Ein Weihbischof ist ein katholischer Bischof ohne eigenes Bistum, der den Diözesanbischof in dessen Leitungsaufgaben unterstützt. Er besitzt die volle bischöfliche Weihe und übernimmt liturgische, pastorale und administrative Aufgaben, die in einer großen Diözese wie Wien nicht von einer einzelnen Person getragen werden können.
Dazu zählen Firmungen, Visitationen, die Vertretung des Erzbischofs bei Gottesdiensten und offiziellen Anlässen sowie verantwortliche Funktionen in der Diözesanleitung.
Sein Titularsitz – eine historische, heute nicht mehr bestehende Diözese – macht sichtbar, dass ein Bischof seinem Wesen nach Vorsteher einer Ortskirche ist, auch wenn er diese Aufgabe stellvertretend ausübt.