Einen solchen Segen erteilt der Papst einmal gleich nach seiner Wahl im Konklave und dann jedes Jahr zu Ostern und zu Weihnachten. Der lateinisch gesprochene Segen beinhaltet – auf die Fürsprache der Muttergottes, des Hl. Erzengels Michael, des hl. Johannes des Täufers und der hl. Aposten Petrus und Paulus – die Bitte an Gott, alle Sünden zu vergeben und den Menschen „eine Zeit echter und fruchtbarer Reue und die Besserung des Lebens“ zu schenken, so dass Christus sie zum Ewigen Leben führen könne.
Der Papst spendet diesen Segen gewöhnlich von der Mittelloge (Loggia) des Petersdoms aus, in Begleitung zweier Kardinäle und seines Zeremonienmeisters.
Die Vorgänger von Papst Franziskus nahmen den Segen auch zum Anlass, um in vielen Sprachen den Gläubigen in aller Welt „Gesegnete Ostern“ zu wünschen.
Nach katholischer Lehre ist mit einem päpstlichen („apostolischen“) Segen für alle Menschen, die ihn hören und guten Willens sind, ein Ablass der Sündenstrafen verbunden.
Das gilt ausdrücklich seit 1967 auch für den Segen übers Radio und seit 1985 auch für Fernsehzuschauer. „Urbi et Orbi“ wird als Formel auch in vatikanischen Dokumenten mit weltkirchlicher Gültigkeit verwendet.