So wird etwa ein selbstsüchtiger oder machtgieriger Mensch, der seine wahren Absichten zu verbergen sucht, gern als „Wolf im Schafspelz“ bezeichnet. Die Redewendung geht auf Jesus zurück, der in der Bergpredigt warnt: „Hütet auch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.“ (Mt 7,15)
Er ruft dazu auf, wachsam zu sein, denn viele würden nach ihm kommen, in seinem Namen predigen, doch ganz anderes im Sinne haben. Deshalb gibt Jesus den Menschen den Ratschlag: „An ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen. (…) Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte.“ (Mt 7, 16-17)
Soll heißen: Nicht blauäugig allen glauben, weil sie sich als gute Christen bezeichnen, auf Jesus beziehen und von der Hochhaltung christlicher Werte sprechen.
Hauptkriterium für die Echtheit jeder Rede ist die gelebte Praxis, das Bemühen um die Gottes- und Nächstenliebe.