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Zeichnung „Weißer“ Sonntag
Der Sonntag, Markus Szyszkowitz / Zeichnung „Weißer“ Sonntag
11.12.2025
Kirchenlexikon

Warum „Weißer“ Sonntag?

Die achttägige Osterfestzeit („Osteroktav“) endet am Sonntag nach Ostern, der seit alter Zeit „Weißer Sonntag“ genannt wurde.

Die täglichen Gottesdienste dieser Festzeit war in der frühen Kirche auf jene Erwachsenen abgestimmt, die in der Osternacht die Taufe erhalten hatten. Sie nahmen in ihren weißen Taufgewändern an den Messen teil, weshalb man auch von der „Weißen Woche“ bzw. vom „Weißen Sonntag“ sprach.

 

Bei der Heiligsprechung der polnischen Schwester Faustina Kowalska verfügte Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000, dass der Sonntag nach Ostern „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“ genannt werden soll: „Die Barmherzigkeit Gottes! Dies ist das Ostergeschenk, das die Kirche vom auferstandenen Christus empfängt und ... der Menschheit anbietet..“ Der Papst selbst starb am Vorabend des  Barmherzigkeitssonntags 2005 und wurde am Barmherzigkeitssonntag 2011 selig- und 2014 heiliggesprochen.


Dieser Sonntag wurde früher auch Quasimodogeniti genannt – an diesem Tag begann ein Kehrvers in der Messe mit den Worten „Quasi modo geniti infantes...“ („Wie die neugeborenen Kindlein...“). Der bucklige Glöckner der Pariser Kathedrale Notre Dame in Victor Hugos Roman wurde als Findelkind an diesem Sonntag gefunden und daher auf den Namen Quasidmodo getauft.

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Zeichnung „Weißer“ Sonntag

Die Rechte an den Grafiken „Das kleine Kirchenlexikon“ liegen bei der Erzdiözese Wien.
Mit der Kennzeichung © Erzdiözese Wien/Markus Szyszkowitz sind sie nur zur Verwendung in Pfarrmedien freigegeben.

Alle Zeichnungen von Markus Szyszkowitz www.artoons.at

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