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Zeichnung Ein unverdienter Glücksfall
Der Sonntag, Markus Szyszkowitz / Zeichnung Ein unverdienter Glücksfall
04.12.2025
Kirchenlexikon

Ein unverdienter Glücksfall

Das Leben kann letztlich nur gelingen, wenn sich der Mensch immer wieder darauf besinnt, dass Gott der letzte Grund dieser Welt ist.

Die meist ironisch gemeinte Redensart „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf“ passt auf viele Situationen, wo Menschen ohne eigenes Zutun auf die Butterseite des Lebens fallen. – Ein unverdienter Glücksfall, der aber auch darauf verweist, dass nicht alles im Leben planbar ist.

 

Allen menschlichen Anstrengungen sind unbeeinflussbare Grenzen gesetzt. Dessen waren sich auch schon die Israeliten bewusst.

 

Im Alten Testament heißt es im Psalm 127, wo das Bemühen des Menschen und der dazugehörige Segen Gottes thematisiert werden:

 

Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut. Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht, wacht der Wächter umsonst. Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf. (Ps 127, 1-2)

 

Damit soll nicht einem gleichgültigen Faulenzertum das Wort geredet werden, vielmehr betont der Psalm die Bedeutung von Gottes Hilfe bei allem Tun.

 

Das Leben kann letztlich nur gelingen, wenn sich der Mensch immer wieder darauf besinnt, dass Gott der letzte Grund dieser Welt ist.

 

In diesem Wissen findet der gläubige Mensch freilich auch Entlastung für sein Tun, weiß er doch, dass er nicht für alles verantwortlich und zuständig sein kann und muss.  

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Zeichnung Ein unverdienter Glücksfall

Die Rechte an den Grafiken „Das kleine Kirchenlexikon“ liegen bei der Erzdiözese Wien.
Mit der Kennzeichung © Erzdiözese Wien/Markus Szyszkowitz sind sie nur zur Verwendung in Pfarrmedien freigegeben.

Alle Zeichnungen von Markus Szyszkowitz www.artoons.at

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