
Die Bischöfe von Wien |
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Die Weihbischöfe von Wien |
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Der Begriff Bischof stammt vom griechischen Wort „Episkopos“, das am besten mit Aufseher, Hüter, Wächter oder auch Schützer übersetzt wird. Hauptaufgbe ist das Hirtenamt für ein definiertes Gebiet auszuüben, das Diözese oder auch Bistum genannt wird. In der Kirche gibt es kein höheres Amt, als das des Bischofs. Selbst dem Papst kommt seine besondere Vollmacht in der Kirche nur deshalb zu, weil er Bischof von Rom und damit Nachfolger des Apostels Petrus ist.
In den meisten Fällen ist es heute der Papst, der nach einem Auswahlverfahren einen Priester zum Bischof ernennt. In einigen, wenigen Bistümern gibt es noch eine Bischofswahl durch das Domkapitel. Aber auch in diesem Fall muss der Gewählte durch den Papst bestätigt werden. Mit der Bischofsweihe, in der ein anderer Bischof dem Ernannten die Hände auflegt, wird er tatsächlich Bischof. Damit gehört er gemeinsam mit dem Papst und den anderen Bischöfen zum weltweiten Bischofskollegium, dem die oberste Leitungs- und Lehrvollmacht zukommt. Besonders deutlich wird dies auf Zusammenkünften wie den Bischofssynoden oder dem Konzil.
Bischöfe können, wenn es die Größe ihrer Ortskirche erfordert, den Papst um die Ernennung von Weihbischöfen – auch Auxiliarbischöfe genannt – bitten. Diese sind zwar mit der Weihe ebenfalls Bischöfe, haben aber keine eigenständige Leitungsfunktion.
Der Bischof beruft und weiht Priester und Diakone, die in seinem Auftrag Sakramente spenden, predigen und karitative (diakonale) Dienste erfüllen. Dies ist auch der tiefere Grund, warum der Name des Bischofs im zentralen Gebet der Eucharistiefeier, dem sogenannten Hochgebet, gemeinsam mit dem des Papstes genannt wird. Die Eucharistie und alle anderen Sakramente werden in Gemeinschaft mit dem Bischof und in seinem Auftrag gefeiert.
Auf nationaler Ebene gibt es sogenannte Bischofskonferenzen. Sie dienen dem Austausch der einzelnen, unabhängigen Diözesen untereinander und der Abstimmung in aktuellen Fragen, die die Kirche und ihre Verantwortung auf gesellschaftlicher Ebene betreffen.