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25.04.2013

Geschenk des Glaubens

Das Ehepaar Schmid verbindet eine gemeinsame Glaubensgeschichte.

Doris und Christian Schmid, seit 25 Jahren verheiratet, vier Kinder, sind beide in traditionell katholischen Familien aufgewachsen. Gottesdienstbesuch, aber auch Jungschar oder Ministrant-sein, waren Teil ihrer Kindheit. "Mit 18 habe ich meinen Mann kennen gelernt, wir haben relativ jung geheiratet und dann hat der Glaube irgendwie keine so große Rolle mehr gespielt. Ich war nie ungläubig, es war mir immer klar, es gibt ein Leben nach dem Tod, aber es hat keine Rolle im täglichen Leben gespielt", berichtet Doris und ihr Mann Christian erklärt: "Es war alles im Aufbau, die Familie, das Berufliche. Als Jugendlicher bin ich oft mit Gott ins Gespräch gekommen, das ging im weiteren Leben verloren."

 

"Wir waren trotzdem beide irgendwie auf der Suche. Christian war eher so auf der Philosophieseite und ich auf der esoterischen Welle. Aber es war irgendwie nix dabei", so Doris. Ausschlaggebend für die Neubekehrung war dann die Einladung einer Freundin. "Meine Frau hat 1996 eine Karte von einer Freundin bekommen, mit der wir losen Kontakt hatten. Da stand dann 'Jesus liebt dich' und anderes, in einer Tonart, die wir von ihr gar nicht gekannt hatten. Wir haben uns angeschaut und gesagt, was ist mit ihr passiert?", erzählt Christian.

 

Später folgte die Einladung zu einem Jüngerschaftsschulungswochenende bei den Kalasantinern der Pfarre Reindorf. "Es war unglaublich. Da waren so viele Menschen, die gebetet haben, Zeugnis gegeben haben, Messen, Vorträge. Es war neu und extrem intensiv. Dann haben sie gebetet und ich bin fast aggressiv geworden, weil es immer dasselbe war. In einer Pause habe ich eine Klosterschwester gefragt und sie hat gesagt, das ist der Rosenkranz. Ich habe das nicht gekannt und jetzt liebe ich den Rosenkranz", erzählt Doris lachend.

 

"Es waren Menschen aller Altersgruppen", erzählt auch Christian: "Sie haben frei erzählt und Jesus ist als Person lebendig geworden. Das hat uns ganz stark erfüllt und ich bin sehr froh und dankbar, dass wir beide diesen Anfang zur gleichen Zeit genommen haben. Das war eine Form des völligen Neuentdeckens des Glaubens. Mein Alltag ist der Gleiche, ich kämpfe mit den gleichen Dingen und doch ist alles ganz anders. Der Weg in die Arbeit und wieder zurück war völlig neu. Plötzlich entdeckte ich, da ist eine Kirche, dort ist eine Kirche, hier treffen sich Menschen zum Gebet, dort tritt mir Jesus entgegen. Es ist dieser Blick, diese Beziehung, dieser persönliche Gott, zu dem wir in Beziehung treten, der alles anders macht. Es ist eben keine Theorie, keine Philosophie oder Ideologie, es ist ein 'Du', es ist Beziehung."


Auch für Doris war der Alltag neu. "Mir wurde klar, ich kann Jesus immer fragen. Ich kriege vielleicht nicht sofort eine Antwort, aber ich bekomme eine. Ich werde geführt, ich kann zu ihm kommen, mit meinen Problemen, meinen Ängsten, allem was dazu gehört. Mit Jesus kann ich alles aushalten. Das Schwere und die Freude".

 

"Gott ist für mich einfach alles", bekräftigt Doris: "Er ist das Zentrum meines Lebens, er ist immer da, ich kann in jeder Situation kommen. Er ist der Weg und das Ziel. Es ist einfach schön, wenn man so einen Anker hat. Ich bin froh, dass ich das Geschenk habe, es ist nichts, dass ich selbst gemacht habe. Und es ist schön, dass wir dieses Geschenk auch unseren Kindern weitergeben konnten. Die haben gesagt, Mama ich bin so froh, dass wir das schon als Kinder kennen lernen konnten."


Das Ehepaar Schmid hat vier Kindern und Christian Schmid ist Geschäftsführer von Radio Maria.