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26.11.2013

Das neue Gotteslob ist da!

Die Auslieferung in der Erzdiözese Wien startet ab sofort. Was tun mit den alten Büchern? Wie findet man die alten Lieder im neuen Buch?

In den nächsten Tagen bekommen die Katholiken in Österreich ein neues Gesang- und Gebetbuch: das neue Gotteslob. Die Bücher sind bereits eingetroffen, die Auslieferung beginnt ab sofort. "Das Ganze ist ein riesiges Projekt, über eine halbe Million Bücher müssen österreichweit zugestellt werden", erklärt der Leiter des Kirchenmusikreferats Konstantin Reymaier. Auch in der Erzdiözese Wien startet die Auslieferung, bis Weihnachten spätestens – wahrscheinlich schon bis Mitte Dezember - müssten die Bücher in den Pfarren eingetroffen sein.

 

Sobald die Kartons eingelangt sind, können die Bücher im Gottesdienst verwendet werden. Es wäre sinnvoll eigens darauf hinzuweisen: "Eine schöne Idee wäre zum Beispiel, wenn die Pfarrgemeinderäte den Gottesdienstbesuchern beim Betreten der Kirche ein Gotteslob in die Hand geben", meint Reymaier.

 

Das Österreichische Liturgische Institut hat einen Vorschlag erarbeitet für die Würdigung des alten Gotteslobs und die Einführung des neuen Buches. "Jede Pfarre sollte für sich entscheiden, wie sie den Übergang gestaltet, ich empfehle einen kleinen Gestus zu setzen", so Reymaier.

 

Achtung: Neue Nummerierung

Das neue Gotteslob ist völlig neu konzipiert: Es finden sich darin auch geistliche Impulse für das tägliche Leben, Vorschläge für Andachtsfeiern und Gebete. Neu ist auch der Österreichteil, er ersetzt die bisherigen Diözesananhänge. Auch der Liedteil wurde überarbeitet, es finden sich viele alte aber auch viele neue Lieder - alle haben eine neue Liednummer. Ein Beispiel:

Das Lied "Großer Gott wir loben dich" hat im neuen Gotteslob die Nummer 380 (Österreichteil). Ob und unter welcher Nummer die alten Lieder im neuen Buch zu finden sind – dafür gibt es eine praktikable Suchmaschine auf www.gotteslob.at. Einfach Titel oder alte Nummer eingeben, die Suche startet automatisch!

 

Ein Exemplar für den Hausgebrauch

Die gesamte österreichische Erstauflage beträgt 534.000 Stück und ist so gut wie ausverkauft. Ein Exemplar für den privaten Gebrauch anzuschaffen lohnt sich, denn das neue Gotteslob ist auch als "religiöses Hausbuch" konzipiert, so der ausdrücklich Wunsch der Bischöfe. "Es gibt viele Angebote für zuhause im neuen Gotteslob, zum Beispiel zur Feier des Heiligen Abends in der Familie", sagt Reymaier.

 

Was tun mit den alten Büchern?

Die alten Gotteslobbücher sollten jetzt nicht mehr benützt werden. Was man mit ihnen macht, bleibt den Pfarren überlassen. "Es gibt keine Vorgaben", betont der Leiter des Kirchenmusikreferats.

Ein paar Vorschläge zum Umgang mit den alten Büchern:

  • Sie können umweltgerecht über die Altpapiersammlung entsorgt werden. Zuvor sollten die Kunststoffteile (Umschlag, Bänder) entfernt werden.
  • Einige Belegexemplare des bisherigen Gotteslobs können im Pfarrarchiv aufgehoben werden.
  • Bastel-Ideen: aus den Blättern kann man Weihnachtsengeln basteln, oder ein Windlicht; Bastel-Anleitungen finden Sie hier.
  • Verabschiedungsfeier: Vorschläge für die Würdigung des alten Gotteslobs am Beginn des Gottesdienstes finden Sie hier.
  • Auf Anfrage können einzelne Exemplare an Privatpersonen ausgegeben werden

Einzig von einer Verbrennung der Bücher – etwa beim Osterfeuer – rät Reymaier ab: "Bücherverbrennungen haben in der Geschichte eine sehr unglückliche Konnotation."