
Die dritte göttliche Person wird zurückgehend auf die Evangelien der Heilige Geist genannt.
Mit ihm verbindet man bei uns in der Kirche im Vergleich zu Gott dem Vater, und Gott Sohn wenig. Das scheint mir zwei Gründe zu haben:
- Der erste besteht in der Tradition der westlichen (lateinischen) Kirche im Unterschied zur Ostkirche, in welcher seit alters her stärker als bei uns im Westen zum Heiligen Geist gebetet und über ihn theologisiert wird.
- Der zweite Grund hängt jedoch mit dem Heiligen Geist selbst zusammen. Es entspricht seinem Wesen, dass er auf den Vater und den Sohn hinweist, von sich wegweist und daher diskret in den Hintergrund rückt.
Er ist es, der in den Gläubigen betet, in ihnen die Liebe Gottes in Erinnerung ruft, ihre Herzen zur Liebe bewegt, sie tröstet, stärkt und ermutigt.
Der Heilige Geist wird daher mit Bildern in Zusammenhang gebracht, die „luftig“ sind, nicht greifbar, nicht festzumachen: Die Wolke, das Feuer, die Taube (als luftiges Tier), der Sturm, der Hauch.
Ist es nicht schön, wie es in Gott selbst Einheit in Vielfalt gibt?