Sonntag 15. März 2026

Schnellsuche auf der Website

05.01.2018

Hoffnung auch für die Fernen

 Was feiern wir konkret am 6. Jänner? von Mag. Manuela Priester

 

 

 

Am 6. Jänner feiern wir das Hochfest der Erscheinung (griech. „epipháneia“) des Herrn, das in der westlichen Tradition mit der Anbetung des neugeborenen Kindes durch die Sterndeuter verbunden ist (vgl. Matthäusevangelium 2,1-12).


In Jesus Christus ist Gott den Menschen „erschienen“ und hat sich ihnen als Retter offenbart. Er ist Mensch geworden und hat allen Völkern sein Heil verheißen.


Feiern wir also am 25. Dezember die Geburt des Gottessohnes, so wird am Fest der Erscheinung des Herrn deutlich, dass dieser Sohn zu allen Menschen gesandt ist, nicht nur zum Volk Israel. Die liturgischen Texte bringen dies auf wunderbare Weise zum Ausdruck.


So heißt es im Tagesgebet: „Durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind, hast du am heutigen Tag den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart“. Wie die Hirten für das Volk Israel stehen, so stehen die Sterndeuter für alle anderen Völker (Heiden) der Welt – für uns alle.


Weil dieses Kind geboren wurde, gibt es für alle Menschen Hoffnung, auch für die in der Ferne.