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18.03.2026

Fünf Priester für die Erzdiözese Wien

Erzbischof Josef Grünwidl nimmt am 24. März 2026 fünf Priester in den Klerus der Erzdiözese Wien auf. 

Im Rahmen einer schlichten Feier werden fünf Priester, die schon seit Jahren in unserer Diözese wirken ins Presbyterium unsere Erzdiözese inkardiniert.  Die fünf neuen Diözesanpriester  sind:

 

Anthony Adeola

Er ist 52 Jahre alt und stammt aus Nigeria. Am 14. Juli 2001 wurde er für die Erzdiözese Ibadan zum Priester geweiht. Seit Mai 2007 ist er in der Erzdiözese Wien tätig und wirkt derzeit als Pfarrvikar in Mannswörth und Rannersdorf.

 

Er schätzt an seinem Dienst besonders die tief verwurzelte Geschichte, die reiche Kultur und die vielfältigen pastoralen Möglichkeiten, die eine lebendige Gemeindearbeit fördern. In seiner seelsorglichen Arbeit liegt ihm vor allem die Nähe zu den Menschen, die Feier der Sakramente sowie das gemeinsame Leben des Glaubens in einer vielfältigen Gemeinschaft am Herzen.

 

 

Mag. John Njenga Nganga, geboren am 9. August 1970 in Kenia, wurde 1999 zum Priester geweiht. Nach ersten Jahren als Kaplan und Pfarrer in seiner Heimat kam er 2007 nach Wien, um sein Studium fortzusetzen. Zu Beginn stand er vor der Herausforderung, ohne Deutschkenntnisse anzukommen und sich sprachlich wie kulturell neu zurechtzufinden.

 

Ab 2008 wirkte er über 13 Jahre als Seelsorger der englischsprachigen afrikanischen Gemeinde in Wien.

Seit 2020 ist er in der österreichischen Pfarrseelsorge tätig, zunächst als Kaplan in der Pfarre Canisius. Mit Dezember 2024 wurde er zum Pfarrprovisor ernannt und leitet seither die Pfarre.

 

Sein priesterlicher Dienst ist geprägt von interkultureller Erfahrung und einem ausgeprägten missionarischen Geist. Die Vielfalt der Kulturen in Wien empfindet er als große Bereicherung. Heute fühlt er sich in Wien zuhause und setzt sich mit Überzeugung für eine Kirche ein, die durch die unterschiedlichen Gaben ihrer Mitglieder gemeinsam wächst und die Mission Christi verwirklich

 

Bogdan Avadani ist 39 Jahre alt und stammt aus Rumänien. Er besuchte das Priesterseminar der Minoriten in Roman und wurde am 24. Juni 2014 zum Priester geweiht.

 

Nach seiner Weihe wurde er als Minorit nach Wien (Alserstraße) entsandt und war anschließend in der Pfarre Neunkirchen tätig, wo er erste pastorale Erfahrungen in Österreich sammeln konnte. Seit 2020 ist er als Pfarrvikar im Pfarrverband Mittleres Schmidatal tätig. Nach seinem Ausscheiden aus dem Orden setzt er seinen priesterlichen Dienst in diesem Rahmen fort.

 

Er fühlt sich im Pfarrverband sehr wohl und erlebt seinen priesterlichen Dienst als angenommen und geschätzt. Besonders schätzt er die offene Atmosphäre in Österreich, den unkomplizierten Umgang zwischen Priestern und Laien sowie die bereichernde Zusammenarbeit verschiedener Stände in der Kirche. Es ist sein großer Wunsch, im Wiener Klerus zu dienen.

 

Dr. Johannes Joachim Kreier wurde 1960 in Andernach am Rhein (Deutschland) geboren. Nach dem Abitur trat er in die Abtei Maria Laach ein, der er bis 1987 angehörte. Anschließend studierte er in Salzburg, war dort als Universitätsassistent tätig und promovierte im Neuen Testament bei Prof. Beilner.

 

Später wechselte er in das Bistum Münster und wurde 1996 zum Priester geweiht. Nach seiner Kaplanszeit leitete er von 1998 bis 2001 das Geistliche Zentrum Kloster Heiligkreuztal. Von 2003 bis Ende 2018 war er maßgeblich am Aufbau und der Entwicklung des „Klosters am Rande der Stadt“ in Saarbrücken beteiligt. Zudem wirkte er als Hochschulpfarrer an der Universität des Saarlandes und als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Saar.

 

Seit 2021 ist er Domkurat am Stephansdom in Wien. In den Jahren 2021 bis 2023 war er zusätzlich als Aushilfskaplan in Laa und Umgebung tätig, 2024/25 in der Karlskirche Wien.  2025 war er Mitarbeiter im Pfarrverband Drei Anger.

 

An der Erzdiözese Wien schätzt er besonders ihre Vielfalt als Schmelztiegel unterschiedlicher Stile, Nationalitäten und geistlicher Rhythmen. Die zahlreichen Beichtgelegenheiten im Stephansdom sowie die geistliche Begleitung – insbesondere junger Menschen – erlebt er als herausfordernd und zugleich als große Quelle der Freude.

 

Ely C. Dalanon

Ely C. Dalanon, geboren am 22. Januar 1971 in Milagros (Philippinen), ist seit 1995 Priester und wirkt seit 2004 in der Erzdiözese Wien. Zunächst als Aushilfsseelsorger tätig, leitet er seit 2010 die Filipino Catholic Chaplaincy und begleitet die philippinische Gemeinschaft in Wien und ganz Österreich seelsorglich.

 

Sein Wirken ist geprägt von einem starken Engagement für Migrantinnen und Migranten sowie von der Wertschätzung kultureller Vielfalt innerhalb der Kirche. Besonders verbunden fühlt er sich mit der Pfarre Salvator am Wienerfeld, die für viele Filipinos zu einer geistlichen Heimat geworden ist.

Mit Dankbarkeit und Zuversicht setzt er seinen Dienst fort – getragen von der Freude an der Begegnung und dem Wunsch, die Verbindung zwischen der philippinischen und der österreichischen Gemeinschaft weiter zu stärken.

 


Was bedeutet Inkardination?

Inkardination bedeutet im Grunde, dass ein Priester oder Diakon mit seiner Weihe nicht nur eine Aufgabe übernimmt, sondern auch ein kirchliches Zuhause findet. Er wird dabei einer Diözese oder einem Orden – oder einer anderen Gemeinschaft, die vom Heiligen Stuhl das Recht zur Inkardination besitzt – fest zugeordnet. Diese Gemeinschaft sagt damit gewissermaßen: „Wir stehen zu dir und tragen deinen Dienst mit.“ Und der Priester sagt im Gegenzug: „Ich stelle mich in euren Dienst.“ So entsteht eine klare Zuordnung, die ihm ein Stück Halt gibt und zugleich eine nachvollziehbare Ordnung schafft. Ohne diese Bindung wäre die Kirche kaum in der Lage, den priesterlichen Dienst verlässlich zu organisieren, und Geistliche könnten leicht in eine Art ungebundene Tätigkeit geraten, wie es in früheren Zeiten tatsächlich vorkam. Deshalb gehört die Inkardination nicht zur bloßen Verwaltung, sondern ist von Anfang an in die Weihe hineingelegt und bildet eine feste Grundlage für das kirchliche Miteinander.

 

Trotz dieser Verwurzelung kann ein Priester im Lauf seines Lebens spüren, dass sein Platz anderswo liegt – in einem anderen Bistum oder in einer Gemeinschaft, die ebenfalls das Recht zur Inkardination hat. Dann braucht es einen gut geregelten Übergang: Die bisherige Gemeinschaft entlässt ihn, und die neue nimmt ihn auf. Das ist wichtig, weil Inkardination nie eine Formalität ist, sondern immer Verantwortung für einen Menschen bedeutet. So ist gesichtert, dass ein Priester nicht ohne kirchliche Heimat dasteht und seinen Dienst eingebettet leben kann – nicht anonym, sondern getragen von einer Gemeinschaft, die ihn kennt, begleitet und sendet.