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09.11.2014

Erfolgsgeschichte aus Österreich

50 Jahre „Pro Oriente“ heißt auch 50 Jahre Einsatz und Leidenschaft  für die Ökumene.

Auf vier tragenden Säulen beruht die Arbeit von „Pro Oriente“ („Für den Osten“) seit 50 Jahren: Begegnung in Offenheit, Schaffung von Vertrauen, Förderung von Dialogen, Pflege von Freundschaft.


Am 4. November 1964 von Kardinal Franz König in Wien gegründet (noch bevor das Zweite Vatikanische Konzil im Dezember 1965 zu Ende ging und noch bevor das Ökumenismus-Dekret des Konzils am 21. November 1964 verabschiedet  worden war), ist „Pro Oriente“ zur Brücke zu den Kirchen des Ostens geworden.


Ein Sammelband „Denkwerkstatt Pro Oriente. Erfolgsgeschichte eines Ost-West-Dialogs 1964-2014“ schildert anschaulich und informativ die Arbeit dieser Stiftung, die sich in den letzten 50 Jahren für Vertrauen und Respekt im Verhältnis der römisch-katholischen Kirche zu den orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen eingebracht hat.

 

Neben großen Fortschritten, etwa die „Wiener christologische Formel“ aus dem Jahr 1971 (dabei konnten 1500 Jahre alte Häresievorwürfe zwischen der katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen als ein terminologisches Missverständinis aufgeklärt werden), gab es in den letzten 50 Jahren auch Hindernisse und Rückschläge im Dialog.

 

Vor allem aber hat sich das Klima zwischen den christlichen Kirchen zum Positiven verändert. „Man schimpft sich nicht mehr gegenseitig Häretiker, sondern begegnet einander als Freunde“, schreibt Johann Marte, Präsident der Stiftung.


Der Sammelband ist eine Fundgrube für all jene, die mehr wissen wollen  über den Ost-West-Dialog, wie ihn „Pro Oriente“ seit 50 Jahren vorlebt.

 

Denn es gilt nach wie vor: „Die Ökumene muss weitergehen“, sagte Kardinal Franz König wenige Tage vor seinem Tod im Jahr 2004.

 

Für Sie gelesen von: Stefan Kronthaler / Der Sonntag