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Maria und die Kirchenreform
19.01.2015

Maria und die Kirchenreform

Dogmatik-Professor Greshakes Alterswerk:  „Maria – Ecclesia“

Bis zum Jahr 1959 gab es bereits an die geschätzten 100.00 mariologische Studien, mittlerweile dürften einige zehntausend hinzugekommen sein, betont der frühere Wiener Dogmatik-Professor Gisbert Greshake im Vorwort seines Buches „Maria – Ecclesia. Perspektiven einer marianisch grundierten Theologie und Kirchenpraxis“ (Verlag Friedrich Pustet).


Gibt es dann also überhaupt noch Neues zum Thema Maria zu sagen? – Sehr viel. Hatte das Zweite Vatikanische Konzil noch Maria in die Kirche integriert, so blieb die Integration der Kirche in Maria eine unabgeschlossene Aufgabe. Nach einem Durchgang durch die Heilige Schrift und die Tradition weist Greshake nach, was der Mensch und was die Kirche ist, wie das Verhältnis des Menschen zur Schöpfung und des Christen zu anderen Religionen ist.

 

Greshake nennt drei „geistliche Maximen“, die sich aus seinem Nachdenken über Maria ergeben.

  • Erste geistliche Maxime: Was Maria ist, müssen wir werden. Maria glaubt nicht als isoliert Einzelne, sondern eingebettet im Volk Gottes.  
  • Zweite geistliche Maxime: Wir dürfen im „Ja“ Gottes und  im korrespondierenden „Echo-Ja“ Marias leben und sind damit auch zum „Ja-Sagen“ berufen und befähigt.
  • Dritte geistliche Maxime: Alles Handeln der Kirche und jedes Einzelnen empfängt darin seinen Sinn, „Mutter im Glauben“ für andere zu sein, in diesem Tun aber von sich weg zu verweisen auf den, der „es macht“, zum Lob seiner herrlichen Gnade.

Diese Sicht der Kirche von Maria her führt zu einer Kirche des Glaubens, die gemäß dem Magnifikat eine Kirche der Kleinen und Armen ist.