Engagement verändert nicht nur die Welt, sondern auch jene, die sich einbringen. Dieses Prinzip stand im Zentrum eines jüngsten Workshops zum Pfarr-Innovationsprozess „LIVT“ in Klosterneuburg. Sechs Pfarren arbeiten seit einem Jahr gemeinsam an der Vitalisierung des Gemeindelebens.
Der Prozess wird von Theologe und Organisationsentwickler Georg Plank geleitet. Seine zentrale These: „Der Glaube ist nicht die Voraussetzung für Engagement.“ Vielmehr gehe es darum, Menschen zu ermöglichen, ihre Talente in die Gesellschaft und Pfarre einzubringen.
Stiftspfarrer Reinhard Schandl zeigte sich erfreut über das wachsende Miteinander, das anfängliche Skepsis überwunden habe. Der Wandel erfordert, dass Hauptamtliche nicht jedes Bedürfnis befriedigen, sondern als Ermöglicher von Mitwirkung auftreten.
Angesichts der Tatsache, dass weniger als 50 Prozent der Österreicher katholisch sind, forderte Plank die Teilnehmer auf, Seelsorge nicht nur im Kirchenraum zu sehen, sondern an allen Orten, wo Menschen sich aufhalten. Der Weg zu mehr Zugehörigkeit führe über den Beziehungsaufbau von Mensch zu Mensch, die Förderung von Talenten und klare Strukturen. Ein „Marktplatz der Möglichkeiten“ am Ende des Workshops zeigte die Vielfalt der Wege zur Mitwirkung.
Informationen zum Klosterneuburger Pfarrinnovationsprozess „LIVT“ und Engagement-Möglichkeiten auf www.pfarrinnovation.at.