Geweihte Männer mitten in Beruf und Familie: Ständige Diakone dienen als unverzichtbare Vermittler zwischen kirchlichem Auftrag und dem Leben der Menschen.
Die Erzdiözese Wien widmet ihre Serie „Freiwillige des Monats“ im Dezember den Ständigen Diakonen – geweihten Männern, die als „Außenminister der Kirche“ eine unverzichtbare Brückenfunktion zwischen kirchlichem Leben und Alltag erfüllen. Derzeit wirken 214 Ständige Diakone in Wien, deren Dienst tief im alltäglichen Leben verwurzelt ist.
Was diese Männer besonders macht, ist: 85 Prozent sind verheiratet, viele gehen einem Zivilberuf nach. Zusätzlich leisten sie ehrenamtlichen Dienst in der Pfarre. Diakon Ralph Schimpl erklärt: „Als verheirateter Diakon kann ich leichter bei den Menschen andocken.“
Ihr Dienst ruht auf drei Säulen: der Nächstenliebe (Diakonia), der Verkündigung und der Liturgie. Sie begleiten Menschen von der Taufe bis zum Begräbnis. Diakon Böhm fasst seinen Auftrag zusammen: „Ich bin der, der da ist, wenn niemand da ist.“
Als eigenständige Amtsträger stärken sie die diakonische Dimension der Kirche. Mit österreichweit 134 Männern in der Ausbildung in Österreich hat diese Form des geweihten Lebens Zukunft und bringt das Licht des Glaubens mitten in die Welt.