„Im Reden kommen die Leute zusammen!“ Tun wir’s!
„Im Reden kommen die Leute zusammen!“ Tun wir’s!
Antworten von Kardinal Christoph Schönborn in der Tageszeitung HEUTE am 16.1.2026
Weltweit nehmen die Krisen und Konflikte zu und damit die Sicherheit ab. Überall wird aufgerüstet. Auch Europa wird in den nächsten Jahren hunderte Millionen in Sicherheit und Verteidigung investieren. Das erscheint richtig und wichtig, um sich gegen Bedrohungen zur Wehr setzen zu können. Aber genügt es, sich militärisch gut aufzustellen und dafür die Rüstungsausgaben nach oben zu treiben? Braucht es nicht mehr, um sicher durch die Krisen zu kommen? Können wir unsere Sicherheit nur vom Staat erwarten?
Bemerkenswert sind die Worte des Caritaspräsidenten Dr. Michael Landau: „Sicherheit, Stabilität und Frieden sind längst nicht mehr allein die Aufgabe von Politik und Bundesheer.“ Jede und jeder Einzelne trägt Verantwortung für sich selber und für andere. Wie geht das? Persönliche Vorsorge treffen, für einen Blackout, für Krisenzeiten. Vor allem aber: den Zusammenhalt stärken! Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, einander zu helfen. Wir haben in Österreich ein starkes Netz an ehrenamtlicher Tätigkeit in vielen Bereichen. Die Sicherheit stärkt am meisten alles, was gegenseitiges Vertrauen fördert: „Im Reden kommen die Leute zusammen!“ Tun wir’s!