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Zeichnung Dogma
Der Sonntag, Markus Szyszkowitz / Zeichnung Dogma
15.12.2025
Kirchenlexikon

Was ist ein Dogma?

Das Wort Dogma kommt aus dem Griechischen: Lehrsatz, Beschluss.

Im Allgemeinen versteht man darunter jene Teile einer religiösen Lehre, die nicht diskutierbar sind, sondern feststehen und somit die Grundlage des gemeinsamen Glaubens darstellen. 

 

Meist versteht man in der katholischen Kirche darunter jene Lehrsätze, die  von Konzilien oder von Päpsten ausdrücklich als wahr und daher als unverrückbarer Bestandteil des Glaubens verkündet wurden.

 

Sie mussten vorher schon in Geltung gewesen sein – sind aber durch ihre feierliche Verkündung sozusagen in Stein gemeißelt.


 Dazu gehören die Sätze des Glaubensbekenntnisses ebenso wie die Definition beim Konzil von  Chalzedon (im Jahr 451) über die Gottes- und Menschennatur Christi als „wahrer Gott und wahrer Mensch, unvermischt und ungeschieden“.

 

Papst Pius IX. hat 1854 das Dogma der unbefleckten Empfängnis Mariens verkündet, Papst Pius XII. 1950 jenes der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel.

 

Unter Dogmatik versteht man jenen Zweig der Theologie, der sich mit der gesamten Glaubenslehre befasst.


Heute wird „Dogma“ oder „dogmatisch“ oft abwertend verwendet, oft von Menschen, die der Auffassung sind, dass es so etwas wie Wahrheit nicht gäbe bzw. dass man sie nicht erkennen kann. Wer sagt „Es gibt keine feststehenden Wahrheiten!“, bedenkt aber oft nicht, dass dieser Satz selber so etwas wie ein Dogma ist. 

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Zeichnung Dogma

Die Rechte an den Grafiken „Das kleine Kirchenlexikon“ liegen bei der Erzdiözese Wien.
Mit der Kennzeichung © Erzdiözese Wien/Markus Szyszkowitz sind sie nur zur Verwendung in Pfarrmedien freigegeben.

Alle Zeichnungen von Markus Szyszkowitz www.artoons.at

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