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Panoramablick auf Wien
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26.01.2026
Kirchenlexikon

Was ist eine Diözese?

Eine Diözese (dioíkēsis, griechisch: Verwaltung) bezeichnet das Volk Gottes, genauer eine "portio" einen Teil des ganzen Volkes Gottes an einem bestimmten Ort. Daher auch die Rede von der "Ortskirche". 

Jede Diözese verwirklicht damit die katholische Kirche in einem bestimmten Gebiet der Erde; Exakt formuliert ist es ein Ineinader (in quibus et ex quibus) von Orts und- Universalkirche. das die universale katholische Kirche bildet.  

 

Der Sitz des Apostels Petrus verleiht der Diözese von Rom eine besondere Rolle als „Vorsitz in der Liebe“. Ein Bischof leitet die Diözese mit Unterstützung von Priestern, Diakonen und anderen Diensten. Das Zentrum bildet der Sitz des Bischofs mit der Kathedrale. Kleinere Verwaltungseinheiten innerhalb einer Diözese umfassen Pfarren, Pfarrverbände, Dekanate und Bischofsvikariate.  

 

Die Erzdiözese Wien geht auf das Jahr 1469 zurück und besteht heute aus drei Vikariaten: 1. Vikariat Stadt: Bundeshauptstadt mit Klosterneuburg, Vikariat Nord: „Unter dem Manhartsberg“: Weinviertel, Vikariat Süd: „Unter dem Wienerwald“: „Industrieviertel“. Diözesen werden vom Papst errichtet und können in ihren Grenzen an pastorale oder andere Erfordernisse angepasst werden. Die Erzdiözese Wien entstand überwiegend aus der Diözese Passau und Teilen der Erzdiözese Salzburg.

 

Die übrigen Diözesen in Österreich

Die ältesten bestehenden Diözesen Österreichs sind:

  • Salzburg (gegründet 739)
  • Gurk (1072)
  • Graz-Seckau (1218)
  • Wien (1469)
     

Kaiser Joseph II. gründete:

  • Linz (1784)
  • St. Pölten (1785)

 

Im 20. Jahrhundert wurden die folgenden Diözesen errichtet:

  • Eisenstadt (1960)
  • Innsbruck (1964)
  • Feldkirch (1968)

 

Ein Sonderfall ist die nicht territoriale Militärdiözese, die 1986 gegründet wurde. Ihre Kathedrale befindet sich in Wiener Neustadt (St Georgs Kathedrale). Einer Diözese rechtlich gleichgestellt ist die Territorialabtei Wettingen-Mehrerau in Bregenz. 

 

Für die Katholiken der katholischen Ostkirchen besteht seit 2018 ein eigenes Ordinariat, das die Nachfolge des Ordinariats für die Katholiken des byzantinischen Ritus (1956) antrat. Sein Ordinarius ist auch nach seiner Emeritierung bis auf weiteres Kardinal Christoph Schönborn.

Weitere Informationen: 

 

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