„Das Wichtigste am Sternsingen ist, dass Kinder in einem sehr wohlhabenden Land nicht vergessen, dass es Menschen in vielen Teilen der Welt sehr viel schlechter geht“, sagt Christoph Kardinal Schönborn. Von Tür zu Tür unterwegs, bringen die Sternsinger/innen der Katholischen Jungschar die weihnachtliche Frohbotschaft: Christus ist Mensch geworden, für uns alle – ganz egal welcher Hautfarbe, ob arm oder reich, ob Mann oder Frau. Chris/tinn/en sind aufgerufen, der Welt seinen Frieden und seine Gerechtigkeit zu bringen.
Unzählige Menschen in den Entwicklungsländern leben unter schwierigen Bedingungen. Ihre Löhne und Einkommen reichen oft nicht einmal für das Notwendigste. Sternsingen macht die befreiende Botschaft des Evangeliums sichtbar: ein Christentum, das sich eindeutig auf die Seite der Unterdrückten und Entrechteten stellt.
In über 20 Ländern kommen Sternsingerspenden zum Einsatz. Eines davon sind die Philippinen Sie sind ein an Ressourcen reiches Land, aber der Reichtum ist sehr ungleich verteilt. 50 Millionen Arme leben auf den Philippinen ohne ausreichende soziale Absicherung. Das reichste Fünftel der Bevölkerung besitzt mehr als die Hälfte des gesamten Volkseinkommens. Laut UNICEF zählen die Philippinen zu den zehn Ländern weltweit, welche die höchste Anzahl an mangelernährten Kindern unter fünf Jahren haben. Kinderarbeit ist trauriger Alltag.
Mit Hilfe der Spenden aus der Dreikönigsaktion werden die Rechte von Frauen und Kindern in den Slums von Manila geschützt sowie das Überleben von Fischerfamilien gesichert. Der Sturm „Washi“ schädigte dieser Tage auch ein Projekt der Sternsingeraktion 2012 auf den Philippinen. Beim „Centre for Empowerment and Resource Development“ (CERD) seien Seegras-Farmen vernichtet worden, berichtete die Dreikönigsaktion. Sie will CERD und weiteren vom Sturm betroffenen Projektpartnern beim Wiederaufbau helfen.
ag
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