Montag 2. März 2026
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Gelebtes Beispiel fördert die Familie

(18.12.2011) Interreligiöse Konferenz in Wien

Er sei überzeugt, „dass die  Religionsgemeinschaften einen wesentlichen Teil leisten können, um eine Antwort auf die Krise der Familie zu finden“, sagte Kardinal  Christoph Schönborn am 7. Dezember zum  Abschluss der interreligiösen dreitägigen Wiener Konferenz „Familie in der Krise“, an der auch hochrangige Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche und des  Judentums sowie „Familien“-Bischof Klaus Küng und KFÖ-Präsident Alfred Trendl teilgenommen hatten.

Gesetze bieten Schutz

Konferenz-Themen waren „Familie und religiöse Gemeinschaft“, „Sexualethik“ sowie die Rolle der Medien. Die Konferenz habe sich auch mit der familienbezogenen Rechtsentwicklung auf europäischer Ebene befasst, berichtete der Kardinal. Man sei sich einig gewesen, dass die privilegierte Stellung von Ehe und Familie erhalten bleiben solle. Entsprechende Gesetze müssten der Familie helfen, ihr Schutz bieten und sie – etwa durch Steuererleichterungen – wirtschaftlich unterstützen.

 

Konsens in den Gesprächen sei gewesen, dass Ehe und Familie nichts stärker fördert als das gelebte Beispiel, sagte Schönborn. Es fehle oft an gesellschaftlicher Ermutigung, Familie zu gründen und Kinder zu haben.

 

Das Miteinander der Religionen in einer Frage wie der Familie sei „nicht überraschend, denn wir sind alle Kinder Gottes“, sagte der  Gründer der „Appeal of Conscience Foundation“, der aus Wien stammende New Yorker Rabbiner Arthur Schneier. Sich heute mit der Krise der  Familie zu beschäftigen, sei „kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit“, betonte der  Oberrabbiner von Moskau und Präsident der Europäischen  Rabbinerkonferenz, Pinchas Goldschmidt.

 

In Russland kommen durchschnittlich nur 1,2 Geburten auf eine Frau, berichtete Alexei Komov, Vertreter des Moskauer Konferenzteilnehmers Metropolit Hilarion (Alfejew), von einem „Alarmsignal“. Die Zahl der Abtreibungen in seiner Heimat werde auf vier Millionen pro Jahr geschätzt. Die russisch-orthodoxe Kirche versuche dieser Familienfeindlichkeit nach Kräften entgegenzuwirken, so Komov.

 

Im Abschlusskommunique der Konferenz wird darauf verwiesen, dass die Verbindung zwischen Mann und Frau der Bewahrung des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis ins hohe Alter diene, aber auch der Weitergabe der spirituellen und moralischen Werte sowie dem Aufbau der Gesellschaft.     

kap

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