An die Erwählung Mariens hat der Rektor des Österreichischen Hospizes in Jerusalem, Markus Bugnyar, beim Festgottesdienst am 8. Dezember in Klein Mariazell erinnert. „Niemandem kann man es verübeln, wenn er das Heilige Land verlässt, weil er seiner Familie und seinen Kindern bessere Perspektiven und Chancen bieten möchte angesichts der aktuellen politischen Instabilität in der Region und der ungewissen Zukunft des Landes, dem festgefahrenen Friedensprozess“, sagt Bugnyar im Gespräch mit dem „Sonntag“ über die Situation im Heiligen Land.
Bugnyar: „Die größte Herausforderungen für alle Helfer besteht darin, die Lebensbedingungen der einheimischen Christen so nachhaltig positiv zu verändern, dass sie im Land bleiben.“ Seine Hoffnung setzt er „allein auf den Herrn der Geschichte, der in der Zeit erschien, um die Geschichte zu verändern. Wenn es einer vermag, dann Er.“ Bugnyar: „Wir leben unsere Hoffnung lieber in kleineren Schritten; wenn wir es zum Beispiel schaffen, ausreichend Spenden für die Medikamente einer krebskranken Frau aufzutreiben.“
Was zur Unterstützung der Glaubensgeschwister getan werden kann? Bugnyar: „Am Anfang und am Ende unserer Mühen soll das Gebet stehen; für die Notleidenden, für die Verantwortung-Tragenden, für die Helfenden. Wir brauchen den Anderen, um unserer Berufung als Christen gerecht zu werden.“
Kron