Sonntag 1. März 2026
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Gott ist da, auch im Gazastreifen

(4.12.2011) „Kirche in Not“ unterstützt die Christen im Gazastreifen.

„Stark im Glauben zu sein, ist das beste Zeugnis, das wir geben können.“ Mit diesen Worten ermutigt Pfarrer Jorge Hernández die wenigen Christen im Gazastreifen. Er verweist auch gerne auf den Apostel Paulus und dessen harte Lebensbedingungen. Dessen Missionsarbeit ist ihm ein Beispiel. Seit zwei Jahren ist der aus Argentinien stammende junge Priester in der Pfarre zur Heiligen Familie in Gaza tätig. Rund 1,5 Mio. Menschen, darunter 3.000 Christen, leben hier.
    

In der von Israel hermetisch abgeschlossenen palästinensischen Enklave am Mittelmeer finden sie keine Arbeit, können die Region aber auch nicht verlassen. Es ist ein karges Leben in einem 40 km langen und 6 bis 14 km breiten Käfig. Der Küstenstreifen wird von der radikal-islamischen Hamas kontrolliert. Immer wieder kommt ist es zu Übergriffen islamischer Extremisten. „Die Not der Menschen und die Demütigungen, die sie tagtäglich erleben, auch wegen der Blockade, sind unerträglich“, so Pfarrer Hernández.

Hoffnung trotz Krieg

Und doch nehmen die Christen die Situation an, beten und bemühen sich um ein aufrechtes und aufrichtiges Leben. „Das ist schließlich ihre Heimat. Ihre Angehörigen sind hier beigesetzt. Und Gott ist da. Der Hl. Geist hilft allen, das Leben hier wirklich anzunehmen.“ Das geht nicht immer. „Während des Krieges vor drei Jahren starben einige Mädchen an Herzversagen. Bis heute reagieren viele Kinder auf Flugzeuglärm angstvoll und geradezu panisch“, berichtet Schwester Davida vom Orden der Rosenkranzschwestern. Der Orden unterhält im Gazastreifen eine Schule für insgesamt 630 Schülerinnen und Schüler. Die Schule steht allen Kindern unabhängig von Religion oder Konfession offen und genießt hohes Ansehen.
    

Zwei Schulen führt auch die Pfarre zur Hl. Familie von Pfarrer Hernández. Sie werden vom lateinischen Patriarchen in Jerusalem verantwortet. Zur Zeit haben sie 1.100 Kinder und Jugendliche. Auch hier kommt die überwiegende Mehrzahl der Mädchen und Jungen aus muslimischen Familien. Selbst hochrangige Vertreter der Hamas schicken ihre Kinder. Im vergangenen Jahr erzielten Absolventen dieser Schulen die besten Ergebnisse im gesamten Gazastreifen. Gefragt sind zudem weitere Sozialinitiativen: die Betreuung von traumatisierten Menschen, von Behinderten und Alten.

Kinder, Jugend und Alte

In Gaza kümmern sich vier Schwestern vom Orden Mutter Teresas um etwa zwei Dutzend Rentner, denen das Nötigste fehlt. Sie stehen für ein wachsendes Problem: die zunehmende Altersarmut. Aufgrund der extrem hohen Arbeitslosigkeit und mangelnder Perspektiven verlassen jüngere Palästinenser, wann immer es geht, den Landstrich am Mittelmeer. Zurück bleiben Kinder, Jugendliche und Alte. Ganz besonders am Herzen liegt Pfarrer Hernández die Jugendpastoral. Vor allem wegen der harten Lebensumstände sei es wichtig, Kinder und Jugendliche zu begleiten. „Sie haben Hoffnung“, sagt er nachdenklich und schaut auf den Katechismus in seiner Hand, „aber sie dürfen die Freude am Leben nicht verlieren“.

 

Info, Kontakt, Spenden

 

internationalen katholischen Hilfswerks „Kirche in Not
Spenden: P.S.K.-Kt.Nr. 92.065.338
(BLZ 60.000),

 

Tel: 01/405 25 53,
E-Mail: »kin@kircheinnot.at«,

im Internet: »www.kircheinnot.at«

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