Sonntag 1. März 2026
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„Fragen des Hirtenbriefs“: Lebensschule Jesu?

(27.11.2011)  Dr. Karl Engelmann und Mag. Gerald Gump zum Thema: Inwieweit ist Ihre Pfarre eine ...


„Es geht vor allem darum: Woran glaube ich, was hält meinen Glauben lebendig?“, sagt Dechant Karl Engelmann (Dekanat Wien 17), Pfarre Hernals. „Wir reden leichter über die Kirche und weniger über den persönlichen Glauben bzw. über die persönliche Christusbeziehung“, ist Engelmann überzeugt. „Über den persönlichen Glauben zu reden, ist ein Lernprozess, der beginnen muss, auch unter Priestern. Glaubensgespräche sind sehr oft verkirchlicht, so dass mehr die Kirche ins Gespräch kommt, als der gelebte oder nichtgelebte Christusglauben“, sagt Engelmann.  


In der Sakramentenvorbereitung versuche die Pfarre „immer intensiver und gezielter, dass diese Vorbereitungen ein Ort werden, in dem der Einzelne in die Schule Jesu gehen kann“:

 

Vor allem das jährlich stattfindende Glaubens- oder Bibelseminar ist ein solcher Lernort.  Die verschiedensten Gruppen und Runden sowie die Gemeinschaft B.R.O.T. sind mit Sicherheit solche Lerngemeinschaften, unterstreicht Engelmann.


Auch der Arbeitskreis Caritas sei „eine Lerngemeinschaft“. Engelmann: „Gerade durch die tätige Nächstenliebe wird eine gemeinsame Lerngemeinschaft des Glaubens eröffnet. Wesentlich ist mir, dass der Pfarrgemeinderat eine solche Lerngemeinschaft des Glaubens ist und all seine Überlegungen, egal welcher Art, immer vom Glauben her motiviert und geprägt sind.“

 

Einen „Welcome service“ gibt es nur in der österlichen Bußzeit am Kalvarienberg  während der gesamten Öffnungszeiten.

 

Wie Menschen Hilfe und Begleitung auf der Suche nach Gott, nach dem Woher und Wohin, dem Sinn des Lebens finden?

 

Engelmann: „Wir versuchen bei den Menschen, vor allem bei den Fernstehenden, ihre Gottessehnsucht zu wecken. Dadurch kann manches entstehen, was ein gemeinsames Weitergehen bei der Gottessuche ermöglicht.“ Wesentlich sei, „dass wir uns immer wieder aufs Neue bewusst machen, dass gerade wir in der Pfarre sehr viel mit Fern- und Außenstehenden zu tun haben und daher unser Handeln immer ein missionarisches sein muss.“

Das Leben mit IHM

„Ich denke, dass das Über-den-Glauben-Reden am ehesten im Gemeinschaftsleben der Pfarrgemeinde geschieht“, sagt Dechant Gerald Gump (Schwechat), „nach Gottesdiensten (Sonntagsgottesdienste haben immer eine anschließende Agape/Pfarrcafé/Umtrunk, viele stehen am Kirchenplatz zusammen etc.), bei Veranstaltungen, die sich dem Thema (Gemeinsam-) Glauben widmen, in verschiedenen Gruppen & Gemeinden & Gemeinschaften etc ...“


Ziel der Sakramentenvorbereitung, der vielen Aktivitäten und Runden, ist, Lebensschule Jesu, Lernort für Glauben und Jüngerschaft sein zu können:  das „Einführen in ein Leben mit IHM. Durchs gemeinsame (Er)Leben darin“, sagt Gump. Er hofft, dass die meisten gelebten Gemeinschaften explizit oder implizit Lernorte des Glaubens sind.

 

Gump: „Glaube ereignet sich (und wird nicht gelernt) nicht im frontalen Glaubensunterricht, sondern durch das gemeinsame Glauben-Leben.“

 

Der „Welcome service“ in Schwechat: „Bei allen großen Gottesdiensten und allen Familiengottesdiensten gibt es Empfang-Teams beim Eingang der Kirche. Dazu kommen das Begrüßungs- & Info-Blatt für Neuzugezogene.“     

Kron

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