Bischöfe in Ukraine: Glauben an Hilfe der Gottesmutter
Auch die Katholiken in Russland beteiligen sich, jene in der Ukraine ebenfalls. Der griechisch-katholische Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk von Kiew begrüßte die Initiative sehr. Bischof Stanislaw Schyrokoradjuk von Odessa erklärte laut dem Hilfswerk "Kirche in Not" (Donnerstag): "Mit großer Hoffnung beten wir mit der ganzen Welt und bitten um das Gebet. Wir glauben an die Hilfe der Gottesmutter Maria." In den ersten vier Kriegswochen sei seine Bischofsstadt von Kämpfen verschont geblieben, nun aber stehe sie unter Beschuss und es gebe häufig Luftalarm, so Schyrokoradjuk. "Wir fürchten ständig einen Angriff vom Meer aus." Die Gedanken an seine Gemeinden und die Menschen in der Region bereiteten ihm ständig Angst: "Mein Gott, so viele Menschen sterben täglich."
Trotz zunehmender Kämpfe hätten sich die katholischen Gemeinden in Odessa und weiteren Regionen des Landes mit Novenen und Andachten auf den Weiheakt vorbereitet, heißt es. So auch in Charkiw im Osten der Ukraine. Von dort meldete sich Bischof Pavlo Honcharuk mit einer Videobotschaft, in der er seine Freude über die Initiative des Papstes zum Ausdruck brachte. Inmitten des Leids und der Zerstörung sei der Weiheakt "ein Zeichen des Sieges Gottes, der Liebe, der Güte und des Lebens".
"Befreie uns von Krieg"
Die Menschheit sei "vom Weg des Friedens abgekommen", habe "die Lehren aus den Tragödien der letzten Jahrhunderte und das Opfer der Millionen in den Weltkriegen Gefallenen vergessen" und "die Verpflichtungen, die wir als Gemeinschaft der Nationen eingegangen sind, nicht erfüllt", heißt es in dem vom Vatikan verbreiteten Text zur Marienweihe. "Befreie uns von Krieg", wird Maria angerufen, und: "Du Königin des Friedens, erbitte der Welt den Frieden."