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Das Lieblingsgebet von Magdalena Holztrattner
der Sonntag / dersonntag.at /kathbild.at
24.03.2014

„Vater unser, Mutter unser im Himmel, geheiligt werde dein Name...“

Das Lieblingsgebet von Magdalena Holztrattner.

Das Vater Unser ist eines meiner Lieblingsgebete. Allerdings in abgewandelter Form, das männliche Gottesbild aufbrechend. Die Fürbitten im Vater Unser versuche ich, in meine aktuelle Lebenssituation zu übersetzen oder in die jener Menschen, mit denen ich gerade zu tun habe. „Dein Reich komme.“

 

Was bedeutet das in El Salvador, wo Menschen sich fürchten, weil die Situation so gewalttätig ist?


Ich bespreche mit Gott alles, was mein Leben ausmacht. Freie Gebete in ganzen oder halben Sätzen sind über den Tag verstreut, je nach Situation, Anlass, Stimmung, manchmal als Lied, manchmal schimpfe ich mit Gott, das ist auch wichtig.

 

Meine Beziehung mit Gott, mein Gebetsleben webe ich wie einen goldenen Faden in das Gewebe meines Lebens. Mal kommt er stärker zum Vorschein, mal geht er unter, lässt anderem den Vortritt. Mal taucht er in einem Muster auf, dann in einem anderen.

 

Ich versuche, in der Art, wie ich lebe und Menschen begegne, Gott zu antworten. Auf das Geschenk meines Lebens. Jeder Tag wird mir geschenkt, als Möglichkeit, besser zu werden, lustiger zu sein, entschiedener Sachen durchzuziehen, Fehler gut zu machen und neue Fehler zu begehen.

 

Das Gebet ist meine persönliche Antwort auf diese Zusage Gottes in meinem Leben und in der Liebe, die ich spüren darf. Vermittelt durch Menschen, Situationen, Augenblicke, Erlebnisse. Am Straßenrand wie am Meeresstrand oder auf einem Berggipfel. Es gibt keinen Ort, wo Gott nicht ist.