Dienstag 24. Februar 2026

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Faschingsmasken
11.02.2015

Fasching: Prinzessin, Ritter oder gar Pirat?

Über den Sinn des Unsinns, die Lust am Verkleiden und die Grenzen der Narrenfreiheit.

Fasching, die „fünfte Jahreszeit“ wird in vielen Kulturen gefeiert und das nahezu seit Menschengedenken.

 

Zum einen soll der Übergang vom dunklen Winter in den Frühling verdeutlicht werden, es soll aber auch die Lebenslust vor der Fastenzeit noch einmal zum Zug kommen. 

 

Faschingsbräuche

Viele Faschingsbräuche - Bälle, Umzüge, Gschnasfeste – sind Fixpunkte. Sie stiften Gemeinschaft, ermöglichen „Ausstiege“ aus dem Alltag, bilden einen guten Rahmen für Humor und Fröhlichkeit. -Vielleicht ist der Fasching damit sogar ein bewusstes Alternativprogramm zur allgegenwärtigen Spaßgesellschaft. Wobei ich oft den Eindruck habe, dass dieser Spaß um jeden Preis viel mehr eine Flucht aus der Realität ist, die Angst macht –Angst vor Versagen in der beruflichen Welt, in Beziehungen.


Kostüme gehören zum Fasching natürlich auch dazu. Sie ermöglichen die Erprobung von Identitäten, die wir im Alltag kaum ausleben - Prinzessin & Pirat, Hexe & Frosch,… wir können dabei mit Verhaltensweisen spielen, die wir uns sonst nicht erlauben und vielleicht Teile davon auch ins normale Leben übernehmen, oder auch erkennen, dass das vielleicht gar nicht so erstrebenswert ist.

 

Kostüme ermöglichen aber auch, sich unerkannt in Gesellschaft zu bewegen, zu beobachten, Kontakte zu knüpfen – ein Spiel das auch die Sehnsucht nach Spannung und Abenteuer stillt.

 

Aber: Auch die Narrenfreiheit hat ihre Grenzen. Trotz Kostüm bleibe ich ja die Person mit allen privaten und beruflichen Beziehungen und Verantwortlichkeiten. Es soll also auch im Schutz der Maske nichts passieren, was jemand anderen verletzt oder kränkt – sonst dauert der „Beziehungskater“ möglicherweise lange in die Fastenzeit hinein