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Gottesmutter Maria mit Jesuskind
kathbild.at/Rupprecht / Prof. DDr. Matthias Beck
28.04.2015

Fürsprecherin, Knotenlöserin

Wie sieht eine gesunde katholische Marienfrömmigkeit aus? von Prof. DDr. Matthias Beck

Mütter haben zu ihren Kindern ein besonderes Verhältnis. Neun Monate sind sie ein Teil von ihnen. Da entsteht eine intensive Beziehung.


Die pränatale Psychologie weiß viel darüber. Auch die Gottesmutter trug ihren Sohn unter ihrem Herzen.

 

Sie hat der „Anfrage“ Gottes, den menschgewordenen Logos Gottes zur Welt zu bringen, zugestimmt. „Mir geschehe nach Deinem Wort“ (Lukas 1,38).


Ihr „Ja“ war ein freies Ja, auch wenn sie vom Zweifel der erbsündlichen Verstrickung befreit war.

 

Sie hat den göttlichen Sohn geboren und musste ihn wieder gehen lassen. Mit zwölf Jahren blieb er im Tempel, mit dreißig wies er sie zurück (Hochzeit zu Kana) und schließlich musste sie seinen Leidensweg begleiten.


Sie hat „Ja“ gesagt zu all dem, wenngleich unter Tränen, Trauer und Leid. Das war kein Spiel. Ein Schwert hat ihre Seele durchbohrt. So ist sie Vorbild und Mutter aller Menschen geworden.


Eine gesunde Marienfrömmigkeit kann an diesem Muttersein Maß nehmen und zu Maria beten als Fürsprecherin und Knotenlöserin bei ihrem Sohn.