Man merkt, dass der Sommer da ist und die Meldungslage dünn wird. Heuer ist die Saure-Gurken-Zeit zu einer Glutenfreie-Hostien-Zeit geworden. Denn vergangene Woche hat die Gottesdienstkongregation in Rom die Diözesen daran erinnert, dass Hostien aus Brotteig bestehen müssen. Und den gibt es nun einmal ganz ohne Gluten nicht.
In mehreren Zeitungen und Fernsehsendern wurde in den vergangenen Tagen vor allem Dompfarrer Toni Faber zu dem Thema befragt: Werden Menschen mit Glutenunverträglichkeit noch zur Kommunion gehen können?
Natürlich werden sie. Das unter dem Namen Gluten bekannte Eiweißgemisch, dass die eher seltene Zöliakie auslösen kann, lässt sich in der Hostie so weit reduzieren, dass fast jeder sie problemlos essen kann. Und selbst wenn das nicht geht, gibt es einen theologisch unbedenklichen Ausweg.
Unser Liturgiereferat hat das ganze Thema wie immer kundig und unaufgeregt zusammengefasst: Brot und Wein in der Eucharistiefeier
Und falls Sie es trotz enormen Medieninteresses noch nicht mitbekommen haben: Auch die im Stephansdom verwendeten Hostien sind – wie zu erwarten war – unbedenklich, in theologischer wie in gesundheitlicher Hinsicht.