Krise als Chance sehen: Unter diesem Motto trafen Mitte Februar die Pastoralassistentinnen und –assistenten der Erzdiözese Wien Kardinal Christoph Schönborn. Die KPH-Seelsorger/innen, Ju-Ki-Pastoralassistent/innen, Jugendleiter/innen sowie Pastoralassistent/innen reflektierten mit dem Wiener Erzbischof ihre Erfahrungen als Seelsorger/innen während der Coronazeit und wie der Synodale Weg der Kirche aussehen kann.
Der grundlegende Tenor der Teilnehmenden: Die Einschränkungen im Zuge der Pandemie haben die Seelsorge erschwert (kein Zugang zu Pflegeheimen während des ersten Lockdowns) und negative Entwicklungen in der Kirche beschleunigt (Abnahme der Gottesdienstbesuche), jedoch auch einige neue Formen von Kirche möglich gemacht und die Kreativität in den Pfarren gefördert (Online-Gottesdienste und –Seelsorge, Pop-Up-Gottesdienste, Telefonseelsorge für Pfarrangehörige etc.).
Kardinal Christoph Schönborn dankte in seinem Statement den Pastoralassistentinnen und –assistenten für ihren Einsatz während der Pandemie und zeigte sich beeindruckt von der Fantasie, mit der die Pfarren und kirchlichen Orte Wege zu den Menschen suchten und fanden. Er unterstrich die Bedeutung des Miteinanders und des Zusammenhaltes in der gegenwärtigen Kriegs- und Wirtschaftskrise und rief die Seelsorgerinnen und Seelsorger auf, bei den Menschen zu bleiben und kreativ zu sein.
Kardinal Christoph Schönborn dankte in seinem Statement den Pastoralassistentinnen und –assistenten für ihren Einsatz während der Pandemie.
Während des Treffens überraschten die Pastoralassistent/innen den Wiener Erzbischof mit einem Geschenk: Sie überreichten ihm ein T-Shirt mit chinesischen Schriftzeichen, die übersetzt „zuhören“ bedeuten und den Kern des Synodalen Prozesses – das aufmerksame Einander-Zuhören – in der Erzdiözese versinnbildlichen.
Michaela Spies, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Pastoralassistent/innen, zum Treffen mit Kardinal Schönborn: „Ich bin sehr dankbar für die Begegnung, die nach langer Zeit wieder stattfinden konnte. Die Atmosphäre habe ich als sehr entspannt kollegial erlebt.“
Überraschung für Kardinal Schönborn: Die Pastoralassistent/innen überreichten ihm ein T-Shirt mit dem chinesischen Schriftzeichen für "zuhören".