Am 30. August 2023 besuchte Kardinal Christoph Schönborn das Malteser Ordenshaus im 3. Wiener Gemeindebezirk in privatem Rahmen.
Der Besuch galt sowohl dem Malteserorden als auch den 72 Bewohnerinnen und Bewohner des seit 2022 auf der Wiener Landstraße bestehenden Hauses. Der Kardinal zeigte sich beeindruckt von der gelungenen Integration des historischen Elisabethinenklosters mit dem modernen Neubau sowie von der engagierten Arbeit des Malteserordens, die nicht nur professionelle Pflege und medizinische Betreuung, sondern vor allem im Geist des Malteserordens auch menschliche geistliche Begleitung umfasst. Getragen wird das sowohl von hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aber auch zahlreichen Ehrenamtlichen aus dem Orden.
Kardinal Schönborn betonte die Bedeutung der ganzheitlichen Betreuung im Malteser Ordenshaus. Bei einem Rundgang durch die historischen Räumlichkeiten des ehemaligen Klosters sowie den neuen Pflegebau tauschte er sich mit den Bewohnerinnen und Bewohnern aus. Er ermutigte sie, die vielfältigen Angebote des Ordenshauses zur Stärkung von Körper und Geist zu nutzen. Das breite Tagesprogramm umfasst kognitive Übungen, Physiotherapie, Spiele, Bewegungseinheiten, kreative Aktivitäten und Konzerte. Hinzu kommen spirituelle Angebote wie Gottesdienste, Meditationen und Gebete, die zur mentalen und psychischen Gesundheit beitragen.
Neben der Anerkennung für die vorbildliche Betreuungsqualität im Malteser Ordenshaus zeigte sich Kardinal Schönborn auch besorgt über die aktuellen Herausforderungen, mit denen Pflegeeinrichtungen wie das Malteser Ordenshaus konfrontiert sind. Er betonte die steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen, den Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal und die finanzielle Belastung. In Gesprächen mit der Leitung des Ordenshauses und dem Fördersverein des Pflegewohnheims sicherte er seine Unterstützung zu, um diese Themen auf politischer Ebene anzusprechen und Lösungen zu finden.
Der Wiener Erzbischof würdigte das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie der großzügigen Spenderinnen und Spender, die die qualitativ hochwertige Betreuung im Malteser Ordenshaus erst ermöglichen. Er dankte allen Beteiligten für ihren Dienst an den Menschen, die dringend Hilfe benötigen, und betonte, dass sie das Ordenshaus zu einem Ort der liebevollen Pflege und uneingeschränkten Menschenwürde machen.
Der Souveräne Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes zu Jerusalem, auch bekannt als Malteserorden, wurde im Jahr 1048 in Jerusalem gegründet. Als Völkerrechtssubjekt und katholischer religiöser Laienorden widmet er sich der Verkündigung des Glaubens und der Unterstützung von Armen und Kranken.
Heute engagiert sich der Malteserorden weltweit in sozialen, medizinischen und humanitären Bereichen. Mit über 13.500 Mitgliedern und mehr als 95.000 Freiwilligen, darunter Ärzte, Krankenschwestern und medizinisches Personal, betreibt er Gesundheitseinrichtungen, Hospize und Freiwilligenorganisationen. Malteser International, das weltweite Hilfswerk des Ordens, leistet rasche Hilfe bei Naturkatastrophen und bewaffneten Konflikten. Der Malteserorden ist neutral, unparteiisch und unpolitisch und unterhält diplomatische Beziehungen zu zahlreichen Staaten sowie bei internationalen Organisationen. Weitere Informationen sind unter www.orderofmalta.int/de verfügbar.