Christoph Schönborn wurde am 22. Januar 1945 in Watislaw im damaligen Reichsgau Sudetenland geboren. Sein vollständiger Taufname lautet Christoph Maria Michael Hugo Damian Peter Adalbert Schönborn. Er stammt aus der böhmischen Linie der Familie Schönborn, die über Jahrhunderte hinweg zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten in Kirche und Gesellschaft hervorgebracht hat.
Sein Vater, Hugo-Damian Schönborn, war Maler und zugleich Widerstandskämpfer gegen das nationalsozialistische Regime. Im Jahr 1944 desertierte er zu den britischen Streitkräften – ein Schritt, der die Familie in große Unsicherheit brachte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Familie infolge der Beneš-Dekrete aus ihrer Heimat vertrieben. Schließlich fand sie bei Verwandten in Österreich eine neue Bleibe.
Aufgewachsen ist Christoph Schönborn in Vorarlberg. Neben Hochdeutsch lernte er dort auch den alemannischen Dialekt der Region. Die Trennung seiner Eltern im Jahr 1958 hinterließ deutliche Spuren in seiner Jugend. Gleichzeitig entwickelte er früh ein ausgeprägtes Interesse an Sprachen und Kultur. Neben Deutsch spricht er Latein, Griechisch, Hebräisch, Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch.
1963, kurz nach der Matura, trat er in den Dominikanerorden ein. Sein Noviziat absolvierte er im westfälischen Warburg. Danach studierte er Philosophie und Theologie in Walberberg bei Köln, in Wien und in Paris.
Am 17. Dezember 1970 wurde er in der Wiener Dominikanerkirche durch Kardinal Franz König zum Priester geweiht. Seine theologischen Studien setzte er anschließend fort. 1974 promovierte er am Institut Catholique de Paris mit einer Dissertation über die Ikonographie Christi unter dem Titel L’Icône du Christ. Fondements théologiques. Während dieser Jahre führte ihn sein Weg auch an die Universität Regensburg, wo er bei Joseph Ratzinger studierte, dem späteren Papst Benedikt XVI.
Seine akademische Laufbahn begann 1975 an der Universität Fribourg in der Schweiz. Dort lehrte er zunächst als außerordentlicher Professor Dogmatik. Ab 1981 war er ordentlicher Professor für Dogmatik und ostkirchliche Theologie.
Neben seiner Lehrtätigkeit engagierte sich Schönborn in mehreren internationalen theologischen Gremien. Er war Mitglied der Internationalen Theologischen Kommission und der Schweizer Kommission für den Dialog zwischen Orthodoxen und Katholiken. Von 1987 bis 1992 arbeitete er in Rom als Sekretär der Kommission, die den Katechismus der Katholischen Kirche erarbeitete. Das Werk gilt bis heute als eine der wichtigsten Zusammenfassungen des katholischen Glaubens.
Am 11. Juli 1991 ernannte Papst Johannes Paul II. ihn zum Weihbischof von Wien und Titularbischof von Sutrium. Die Bischofsweihe empfing er am 29. September desselben Jahres im Wiener Stephansdom.
Vier Jahre später, am 13. April 1995, wurde Schönborn zum Koadjutorerzbischof der Erzdiözese Wien ernannt. Noch im selben Jahr folgte er Kardinal Hans Hermann Groër als Erzbischof von Wien nach. Bereits 1996 erhielt er von Papst Johannes Paul II. das Pallium als Metropolit der Wiener Kirchenprovinz.
Am 21. Februar 1998 wurde er in das Kardinalskollegium aufgenommen und zum Kardinalpriester mit der Titelkirche Gesù Divino Lavoratore erhoben.
Über mehr als zwei Jahrzehnte prägte Schönborn auch die Kirche in Österreich. Von 1998 bis 2020 stand er an der Spitze der Österreichischen Bischofskonferenz. In dieser Zeit setzte er sich besonders für den Dialog zwischen den christlichen Konfessionen und den Religionen ein und beteiligte sich an gesellschaftlichen Debatten über ethische und soziale Fragen.
Seit 1996 begleitet er außerdem die Gemeinschaft vom Lamm, eine junge dominikanische Ordensfamilie, die sich in Wien niedergelassen hat.
Schönborn nahm an den Konklaven von 2005 und 2013 teil, bei denen Benedikt XVI. beziehungsweise Papst Franziskus gewählt wurden. In beiden Fällen galt er zeitweise als möglicher Papstkandidat.
Papst Franziskus berief ihn 2014 in die Kardinalskommission zur Aufsicht über die Vatikanbank (IOR), bestätigte ihn 2020 in dieser Funktion und ernannte ihn 2024 zu ihrem Präsidenten. Dieses Amt bekleidete er bis Februar 2026.
Auch bei mehreren weltkirchlichen Synoden spielte Schönborn eine wichtige Rolle. So war er an den Beratungen der Familiensynoden 2014 und 2015 beteiligt und wirkte an der theologischen Einordnung der päpstlichen Exhortation Amoris laetitia mit. Außerdem nahm er an der Amazoniensynode 2019 sowie an der Synode über die Synodalität (2021–2024) teil. Bis 2024 gehörte er zudem dem Ständigen Rat der Bischofssynode an.
Am 22. Jänner 2025 nahm Papst Franziskus den altersbedingten Rücktritt Schönborns als Erzbischof von Wien an. Gleichzeitig ernannte er den Wiener Bischofsvikar Josef Grünwidl zum Apostolischen Administrator der Erzdiözese. Schönborn bleibt jedoch bis auf Weiteres Ordinarius für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen in Österreich.
Neben seinen Leitungsaufgaben ist Kardinal Schönborn auch als Autor und Redner bekannt. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht – unter anderem über christliche Ikonographie, über Fragen des Glaubens und über das Verhältnis von Schöpfung und Evolution. In der öffentlichen Debatte äußert er sich immer wieder zu ethischen Themen wie Sterbehilfe, Migration oder dem Umgang der Kirche mit Missbrauchsfällen.
Sein bischöfliches Wappen vereint Symbole seiner Herkunft, seines Ordens und des Erzbistums Wien. Sein Wahlspruch lautet Vos autem dixi amicos („Ich nenne euch Freunde“) und ist dem Johannesevangelium entnommen.
Christoph Schönborn was born on January 22, 1945, in Watislaw in what was then the Reichsgau Sudetenland. His full baptismal name is Christoph Maria Michael Hugo Damian Peter Adalbert Schönborn. He comes from the Bohemian branch of the Schönborn family, a lineage that over the centuries has produced many prominent figures in the Church and in public life.
His father, Hugo-Damian Schönborn, was a painter and an active member of the resistance against the Nazi regime. In 1944 he deserted to the British forces, a decision that placed the family in a precarious situation. After the end of the Second World War the family was expelled from its homeland as a result of the Beneš Decrees and eventually found refuge with relatives in Austria.
Christoph Schönborn grew up in the Austrian province of Vorarlberg. In addition to standard German, he learned the Alemannic dialect spoken in that region. The separation of his parents in 1958 left a lasting impression on his youth. At the same time, his upbringing awakened an early interest in languages, literature and culture. In addition to German he speaks Latin, Greek, Hebrew, French, English, Italian and Spanish.
Shortly after completing his secondary education (Matura), Schönborn entered the Dominican Order in 1963. He completed his novitiate in Warburg in Westphalia and went on to study philosophy and theology in Walberberg near Cologne, in Vienna, and in Paris.
On December 17, 1970, he was ordained a priest in the Dominican church in Vienna by Cardinal Franz König. He continued his academic studies in Paris and in 1974 earned a doctorate at the Institut Catholique de Paris. His dissertation, titled L’Icône du Christ. Fondements théologiques, examined the theological foundations of the iconography of Christ. During these years he also studied at the University of Regensburg, where one of his teachers was Joseph Ratzinger, later Pope Benedict XVI.
Schönborn’s academic career began in 1975 at the University of Fribourg in Switzerland. Initially appointed associate professor of dogmatic theology, he became a full professor of dogmatics and Eastern Christian theology in 1981. Alongside his teaching, he was active in several international theological bodies, including the International Theological Commission and the Swiss Commission for Dialogue between Orthodox and Catholics.
Between 1987 and 1992 he served in Rome as secretary of the commission responsible for preparing the Catechism of the Catholic Church. The Catechism, published in 1992, remains one of the most important summaries of Catholic teaching in the modern era.
On July 11, 1991, Pope John Paul II appointed Schönborn Auxiliary Bishop of Vienna and Titular Bishop of Sutrium. He received episcopal ordination on September 29, 1991, in St. Stephen’s Cathedral in Vienna.
Four years later, on April 13, 1995, he was named Coadjutor Archbishop of Vienna. Later that same year he succeeded Cardinal Hans Hermann Groër as Archbishop of Vienna. In 1996 Pope John Paul II bestowed upon him the pallium as Metropolitan of the ecclesiastical province of Vienna.
On February 21, 1998, he was created cardinal and assigned the titular church of Gesù Divino Lavoratore in Rome.
For more than two decades Cardinal Schönborn played a leading role in the life of the Church in Austria. From 1998 to 2020 he served as President of the Austrian Bishops’ Conference. During these years he promoted dialogue between Christian denominations and other religions and contributed actively to public discussions on ethical and social questions.
Since 1996 he has also accompanied the Community of the Lamb, a young Dominican religious community established in Vienna.
Cardinal Schönborn participated in the conclaves of 2005 and 2013, which elected Pope Benedict XVI and Pope Francis respectively. On both occasions he was widely regarded as a possible papal candidate.
In 2014 Pope Francis appointed him to the Cardinal Commission for the supervision of the Vatican Bank (IOR). He was confirmed in this role in 2020 and named president of the commission in 2024. He held this office until February 2026.
Schönborn also played an important role in several recent synods of the Catholic Church. He was closely involved in the Synods on the Family in 2014 and 2015 and contributed to the interpretation of Pope Francis’ apostolic exhortation Amoris laetitia. He later participated in the Amazon Synod of 2019 and in the Synod on Synodality held between 2021 and 2024. Until 2024 he was also a member of the Synod’s Permanent Council.
On January 22, 2025, Pope Francis accepted his resignation as Archbishop of Vienna upon reaching the canonical retirement age. At the same time, Bishop Vicar Josef Grünwidl was appointed Apostolic Administrator of the Archdiocese. Cardinal Schönborn remains, however, the Ordinary for members of the Eastern Catholic Churches living in Austria.
Beyond his pastoral and administrative responsibilities, Schönborn is widely known as a speaker and author. He has published numerous books on theology, Christian iconography, and the relationship between faith and evolution. He also contributes regularly to public discussions on ethical issues such as euthanasia, migration, and the Church’s response to cases of abuse.
His episcopal coat of arms combines symbols of his family heritage, the Dominican Order, and the Archdiocese of Vienna. His episcopal motto, Vos autem dixi amicos (“I have called you friends”), is taken from the Gospel of John.
Christoph Schönborn est né le 22 janvier 1945 à Watislaw, dans ce qui était alors le Reichsgau des Sudètes. Son nom complet de baptême est Christoph Maria Michael Hugo Damian Peter Adalbert Schönborn. Il appartient à la branche bohémienne de la famille Schönborn, une lignée qui, au fil des siècles, a donné à l’Église et à la vie publique de nombreuses personnalités marquantes.
Son père, Hugo-Damian Schönborn, était peintre et engagé dans la résistance contre le régime nazi. En 1944, il déserta pour rejoindre les forces britanniques, ce qui plongea la famille dans une situation d’incertitude et de danger. Après la Seconde Guerre mondiale, la famille fut expulsée de sa patrie en vertu des décrets Beneš et trouva finalement refuge chez des proches en Autriche.
Christoph Schönborn grandit dans la région du Vorarlberg. Outre l’allemand standard, il y apprit également le dialecte alémanique parlé dans cette partie de l’Autriche. La séparation de ses parents en 1958 marqua profondément son enfance. Très tôt cependant, il développa un vif intérêt pour les langues, la littérature et la culture. En plus de l’allemand, il parle le latin, le grec, l’hébreu, le français, l’anglais, l’italien et l’espagnol.
Après avoir obtenu sa maturité, il entra en 1963 dans l’Ordre dominicain. Il effectua son noviciat à Warburg, en Westphalie, puis entreprit des études de philosophie et de théologie à Walberberg près de Cologne, à Vienne et à Paris.
Le 17 décembre 1970, il fut ordonné prêtre dans l’église dominicaine de Vienne par le cardinal Franz König. Il poursuivit ensuite ses études théologiques en France. En 1974, il obtint un doctorat à l’Institut Catholique de Paris avec une thèse consacrée à l’iconographie du Christ, intitulée L’Icône du Christ. Fondements théologiques. Durant ces années d’études, il fréquenta également l’Université de Ratisbonne, où il suivit les cours de Joseph Ratzinger, futur pape Benoît XVI.
Sa carrière académique débuta en 1975 à l’Université de Fribourg, en Suisse, où il fut nommé professeur extraordinaire de théologie dogmatique. En 1981, il devint professeur ordinaire de dogmatique et de théologie des Églises orientales.
Parallèlement à son activité d’enseignant, Schönborn participa à plusieurs commissions théologiques internationales. Il fut notamment membre de la Commission théologique internationale ainsi que de la Commission suisse pour le dialogue entre orthodoxes et catholiques. Entre 1987 et 1992, il travailla à Rome comme secrétaire de la commission chargée de préparer le Catéchisme de l’Église catholique. Publié en 1992, ce texte demeure une référence majeure pour l’enseignement de la foi catholique dans le monde.
Le 11 juillet 1991, le pape Jean-Paul II le nomma évêque auxiliaire de Vienne et évêque titulaire de Sutrium. Il reçut la consécration épiscopale le 29 septembre 1991 dans la cathédrale Saint-Étienne de Vienne.
Le 13 avril 1995, il fut nommé archevêque coadjuteur de l’archidiocèse de Vienne. Quelques mois plus tard, il succéda au cardinal Hans Hermann Groër comme archevêque de Vienne. En 1996, le pape Jean-Paul II lui remit le pallium en tant que métropolitain de la province ecclésiastique de Vienne.
Le 21 février 1998, il fut créé cardinal et reçut comme titre l’église romaine Gesù Divino Lavoratore.
Pendant plus de vingt ans, le cardinal Schönborn joua un rôle important dans la vie de l’Église en Autriche. De 1998 à 2020, il présida la Conférence épiscopale autrichienne. Dans cette fonction, il s’engagea notamment pour le dialogue entre les différentes confessions chrétiennes et les religions, et participa activement aux débats publics sur les questions éthiques et sociales.
Depuis 1996, il accompagne également la Communauté de l’Agneau, une jeune communauté religieuse dominicaine installée à Vienne.
Le cardinal Schönborn participa aux conclaves de 2005 et de 2013, qui élurent respectivement Benoît XVI et le pape François. À ces deux occasions, son nom fut parfois évoqué parmi les possibles candidats au pontificat.
En 2014, le pape François le nomma membre de la commission cardinalice chargée de superviser la Banque du Vatican (IOR). Il fut confirmé dans cette fonction en 2020 et devint président de la commission en 2024. Il exerça cette responsabilité jusqu’en février 2026.
Il joua également un rôle important dans plusieurs synodes récents de l’Église catholique. Il participa aux synodes sur la famille de 2014 et 2015 et contribua à l’interprétation de l’exhortation apostolique Amoris laetitia. Par la suite, il prit part au synode sur l’Amazonie en 2019 ainsi qu’au synode sur la synodalité (2021–2024). Jusqu’en 2024, il fut aussi membre du Conseil permanent du Synode des évêques.
Le 22 janvier 2025, le pape François accepta sa démission de la charge d’archevêque de Vienne, conformément à la limite d’âge prévue par le droit canonique. Dans le même temps, il nomma le vicaire épiscopal Josef Grünwidl administrateur apostolique de l’archidiocèse. Le cardinal Schönborn demeure toutefois ordinaire pour les fidèles des Églises catholiques orientales vivant en Autriche.
Outre ses responsabilités pastorales, le cardinal Schönborn est un conférencier et un auteur très sollicité. Il a publié de nombreux ouvrages consacrés notamment à l’iconographie chrétienne, à la théologie, ainsi qu’au dialogue entre foi et théorie de l’évolution. Il intervient également régulièrement dans le débat public sur des questions éthiques telles que l’euthanasie, la politique migratoire ou la gestion des abus dans l’Église.
Son blason épiscopal réunit des symboles de ses origines familiales, de l’Ordre dominicain et de l’archidiocèse de Vienne. Sa devise épiscopale, Vos autem dixi amicos (« Je vous appelle amis »), est tirée de l’Évangile selon saint Jean.
Christoph Schönborn nacque il 22 gennaio 1945 a Watislaw, nell’allora Reichsgau Sudetenland. Il suo nome di battesimo completo è Christoph Maria Michael Hugo Damian Peter Adalbert Schönborn. Appartiene al ramo boemo della famiglia Schönborn, una stirpe che nel corso dei secoli ha dato alla Chiesa e alla vita pubblica numerose personalità di rilievo.
Suo padre, Hugo-Damian Schönborn, era pittore e membro della resistenza contro il regime nazista. Nel 1944 disertò verso le forze britanniche, una scelta che espose la famiglia a una situazione di grande incertezza. Dopo la fine della Seconda guerra mondiale, la famiglia fu espulsa dalla propria terra a causa dei decreti Beneš e trovò infine rifugio presso parenti in Austria.
Christoph Schönborn crebbe nel Vorarlberg. Oltre al tedesco standard, imparò anche il dialetto alemanno parlato in quella regione. La separazione dei suoi genitori nel 1958 segnò profondamente la sua giovinezza. Fin da giovane manifestò però un vivo interesse per le lingue e per la cultura. Oltre al tedesco parla latino, greco, ebraico, francese, inglese, italiano e spagnolo.
Dopo aver conseguito la maturità, nel 1963 entrò nell’Ordine dei Predicatori (domenicani). Compì il noviziato a Warburg, in Vestfalia, e proseguì poi gli studi di filosofia e teologia a Walberberg, vicino a Colonia, a Vienna e a Parigi.
Il 17 dicembre 1970 fu ordinato sacerdote nella chiesa domenicana di Vienna dal cardinale Franz König. Continuò quindi la sua formazione teologica in Francia. Nel 1974 conseguì il dottorato presso l’Institut Catholique de Paris con una tesi sull’iconografia di Cristo, intitolata L’Icône du Christ. Fondements théologiques. Durante gli anni di studio frequentò anche l’Università di Ratisbona, dove ebbe tra i suoi professori Joseph Ratzinger, il futuro papa Benedetto XVI.
La sua carriera accademica iniziò nel 1975 all’Università di Friburgo, in Svizzera, dove fu nominato professore straordinario di teologia dogmatica. Dal 1981 fu professore ordinario di dogmatica e teologia delle Chiese orientali.
Parallelamente all’insegnamento partecipò ai lavori di diverse commissioni teologiche internazionali. Fu membro della Commissione Teologica Internazionale e della Commissione svizzera per il dialogo tra ortodossi e cattolici. Tra il 1987 e il 1992 lavorò a Roma come segretario della commissione incaricata di redigere il Catechismo della Chiesa Cattolica. Pubblicato nel 1992, il Catechismo è considerato ancora oggi una delle più importanti sintesi della dottrina cattolica contemporanea.
L’11 luglio 1991 papa Giovanni Paolo II lo nominò vescovo ausiliare di Vienna e vescovo titolare di Sutrium. Ricevette la consacrazione episcopale il 29 settembre dello stesso anno nella cattedrale di Santo Stefano a Vienna.
Il 13 aprile 1995 fu nominato arcivescovo coadiutore dell’arcidiocesi di Vienna. Nello stesso anno succedette al cardinale Hans Hermann Groër come arcivescovo della capitale austriaca. Nel 1996 papa Giovanni Paolo II gli conferì il pallio come metropolita della provincia ecclesiastica di Vienna.
Il 21 febbraio 1998 fu creato cardinale e ricevette il titolo della chiesa romana di Gesù Divino Lavoratore.
Per oltre due decenni il cardinale Schönborn ebbe un ruolo di primo piano nella vita della Chiesa in Austria. Dal 1998 al 2020 fu presidente della Conferenza Episcopale Austriaca. In questo incarico promosse il dialogo tra le diverse confessioni cristiane e tra le religioni e partecipò attivamente al dibattito pubblico su questioni etiche e sociali.
Dal 1996 accompagna inoltre la Comunità dell’Agnello, una giovane comunità religiosa di ispirazione domenicana stabilitasi a Vienna.
Il cardinale Schönborn partecipò ai conclavi del 2005 e del 2013, nei quali furono eletti rispettivamente Benedetto XVI e papa Francesco. In entrambe le occasioni il suo nome fu talvolta menzionato tra i possibili candidati al pontificato.
Nel 2014 papa Francesco lo nominò membro della Commissione cardinalizia per la supervisione dell’Istituto per le Opere di Religione (IOR), la cosiddetta Banca Vaticana. Fu confermato in questo incarico nel 2020 e nel 2024 ne divenne presidente. Ha svolto questa funzione fino a febbraio 2026.
Schönborn svolse anche un ruolo significativo in diversi sinodi della Chiesa cattolica. Partecipò ai sinodi sulla famiglia del 2014 e del 2015 e contribuì all’interpretazione dell’esortazione apostolica Amoris laetitia. In seguito prese parte al Sinodo sull’Amazzonia del 2019 e al Sinodo sulla sinodalità (2021–2024). Fino al 2024 fu inoltre membro del Consiglio permanente del Sinodo dei vescovi.
Il 22 gennaio 2025 papa Francesco accettò le sue dimissioni dalla carica di arcivescovo di Vienna, presentate al raggiungimento del limite di età previsto dal diritto canonico. Nello stesso tempo nominò il vicario episcopale Josef Grünwidl amministratore apostolico dell’arcidiocesi. Il cardinale Schönborn rimane tuttavia ordinario per i fedeli delle Chiese cattoliche orientali presenti in Austria.
Accanto ai suoi incarichi pastorali e istituzionali, il cardinale Schönborn è noto anche come autore e conferenziere. Ha pubblicato numerosi libri dedicati alla teologia, all’iconografia cristiana e al rapporto tra fede ed evoluzione. Interviene inoltre regolarmente nel dibattito pubblico su temi etici quali l’eutanasia, le politiche migratorie e la gestione degli abusi nella Chiesa.
Il suo stemma episcopale riunisce simboli delle sue origini familiari, dell’Ordine domenicano e dell’arcidiocesi di Vienna. Il suo motto episcopale, Vos autem dixi amicos («Vi ho chiamati amici»), è tratto dal Vangelo di Giovanni.
Christoph Schönborn nació el 22 de enero de 1945 en Watislaw, en lo que entonces era el Reichsgau de los Sudetes. Su nombre completo de bautismo es Christoph Maria Michael Hugo Damian Peter Adalbert Schönborn. Pertenece a la rama bohemia de la familia Schönborn, una estirpe que a lo largo de los siglos ha dado a la Iglesia y a la vida pública numerosas personalidades destacadas.
Su padre, Hugo-Damian Schönborn, era pintor y participó en la resistencia contra el régimen nazi. En 1944 desertó hacia las fuerzas británicas, una decisión que colocó a la familia en una situación de gran incertidumbre. Tras el final de la Segunda Guerra Mundial, la familia fue expulsada de su tierra como consecuencia de los decretos Beneš y finalmente encontró refugio con parientes en Austria.
Christoph Schönborn creció en la región de Vorarlberg. Además del alemán estándar, allí aprendió también el dialecto alemánico propio de la zona. La separación de sus padres en 1958 marcó profundamente su juventud. Al mismo tiempo, desarrolló desde temprano un gran interés por las lenguas y la cultura. Además del alemán habla latín, griego, hebreo, francés, inglés, italiano y español.
Después de concluir sus estudios secundarios (Matura), ingresó en 1963 en la Orden de Predicadores, conocida como Orden Dominicana. Realizó el noviciado en Warburg, en Westfalia, y posteriormente cursó estudios de filosofía y teología en Walberberg, cerca de Colonia, así como en Viena y en París.
El 17 de diciembre de 1970 fue ordenado sacerdote en la iglesia dominica de Viena por el cardenal Franz König. Continuó su formación teológica en Francia y en 1974 obtuvo el doctorado en el Institut Catholique de París con una tesis sobre la iconografía de Cristo titulada L’Icône du Christ. Fondements théologiques. Durante esos años también estudió en la Universidad de Ratisbona, donde tuvo entre sus profesores a Joseph Ratzinger, quien más tarde sería el papa Benedicto XVI.
Su carrera académica comenzó en 1975 en la Universidad de Friburgo, en Suiza, donde fue nombrado profesor extraordinario de teología dogmática. En 1981 pasó a ser profesor ordinario de dogmática y de teología de las Iglesias orientales.
Paralelamente a su actividad docente, participó en diversas comisiones teológicas internacionales. Fue miembro de la Comisión Teológica Internacional y de la Comisión Suiza para el diálogo entre ortodoxos y católicos. Entre 1987 y 1992 trabajó en Roma como secretario de la comisión encargada de redactar el Catecismo de la Iglesia Católica. Publicado en 1992, este texto sigue siendo una referencia fundamental para la enseñanza de la fe católica.
El 11 de julio de 1991 el papa Juan Pablo II lo nombró obispo auxiliar de Viena y obispo titular de Sutrium. Recibió la consagración episcopal el 29 de septiembre de ese mismo año en la catedral de San Esteban de Viena.
El 13 de abril de 1995 fue nombrado arzobispo coadjutor de la archidiócesis de Viena. Ese mismo año sucedió al cardenal Hans Hermann Groër como arzobispo de la capital austriaca. En 1996 el papa Juan Pablo II le concedió el palio como metropolitano de la provincia eclesiástica de Viena.
El 21 de febrero de 1998 fue creado cardenal y recibió el título de la iglesia romana de Gesù Divino Lavoratore.
Durante más de dos décadas el cardenal Schönborn desempeñó un papel destacado en la vida de la Iglesia en Austria. Entre 1998 y 2020 fue presidente de la Conferencia Episcopal Austriaca. En ese cargo promovió el diálogo entre las distintas confesiones cristianas y entre las religiones, y participó activamente en el debate público sobre cuestiones éticas y sociales.
Desde 1996 acompaña también a la Comunidad del Cordero, una joven comunidad religiosa de inspiración dominicana establecida en Viena.
El cardenal Schönborn participó en los cónclaves de 2005 y 2013, en los que fueron elegidos respectivamente Benedicto XVI y el papa Francisco. En ambas ocasiones su nombre fue mencionado en algunos momentos entre los posibles candidatos al pontificado.
En 2014 el papa Francisco lo nombró miembro de la Comisión Cardenalicia para la supervisión del Instituto para las Obras de Religión (IOR), conocido como el Banco Vaticano. Fue confirmado en esta función en 2020 y en 2024 fue designado presidente de dicha comisión. Desempeñó este cargo hasta febrero de 2026.
Schönborn también desempeñó un papel importante en varios sínodos recientes de la Iglesia católica. Participó en los sínodos sobre la familia de 2014 y 2015 y contribuyó a la interpretación de la exhortación apostólica Amoris laetitia.
Posteriormente tomó parte en el Sínodo para la Amazonía de 2019 y en el Sínodo sobre la sinodalidad celebrado entre 2021 y 2024. Hasta 2024 fue además miembro del Consejo permanente del Sínodo de los Obispos.
El 22 de enero de 2025 el papa Francisco aceptó su renuncia al cargo de arzobispo de Viena al alcanzar la edad establecida por el derecho canónico. Al mismo tiempo nombró al vicario episcopal Josef Grünwidl administrador apostólico de la archidiócesis. El cardenal Schönborn continúa, sin embargo, siendo ordinario para los fieles de las Iglesias católicas orientales presentes en Austria.
Además de sus responsabilidades pastorales y de gobierno, el cardenal Schönborn es un autor y conferenciante muy solicitado. Ha publicado numerosos libros sobre teología, iconografía cristiana y la relación entre fe y teoría de la evolución. También interviene con frecuencia en el debate público sobre cuestiones éticas como la eutanasia, la política migratoria o la respuesta de la Iglesia ante los casos de abuso.
Su escudo episcopal reúne símbolos de sus orígenes familiares, de la Orden Dominicana y de la archidiócesis de Viena. Su lema episcopal, Vos autem dixi amicos («A vosotros os llamo amigos»), está tomado del Evangelio de san Juan.