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17.07.2013

Eleonore Schönborn von Republik geehrt

Goldenes Verdienstzeichen der Republik

Eleonore Schönborn (93), Mutter von Kardinal Christoph Schönborn, wurde am Dienstag, 16. Juli 2013, im Bregenzer Landhaus mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich geehrt. Die Auszeichnung überreichte Unterrichtsministerin Claudia Schmied. In der Laudatio sprach Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner von einer "gebührenden Anerkennung für eine starke Persönlichkeit", die seit 1950 im Montafon lebt und sich dort in all den Jahren auf vielfältige Weise engagiert und für das Miteinander eingesetzt habe.

 

Bewegendes Leben

Im Zentrum der Feierstunde stand das bewegte und bewegende Leben von Eleonore Schönborn, die mit ihrer Familie 1945 nach Vertreibung und Flucht in Vorarlberg eine neue Heimat fand. Als berufstätige Mutter von vier Kindern war sie viele Jahre als Werbeleiterin und Pressesprecherin tätig und hat sich daneben aktiv für asylwerbende Menschen sowie im kulturellen und kirchlichen Bereich ihrer neuen Heimat im Montafon eingesetzt.

 

Als eine "bewundernswerte Frau" beschrieb Ministerin Schmied, die Geehrte und sagte: "Frau Schönborn hat sich aus eigener Kraft in Österreich nach 1945 eine neue Existenz aufgebaut. Die Anzahl ihrer Aktivitäten ist beachtlich."

 

Vertreibung 1945

Eleonore Schönborn wurde am 14. April 1920 als jüngstes von vier Kindern in der tschechischen Stadt Brno (Brünn) geboren. Im Alter von 22 Jahren heiratete sie den Maler Hugo-Damian Schönborn (1916-1979) mit dem sie bis zur Vertreibung 1945 in Skalka nahe der tschechischen Stadt Litomerice (Leitmeritz) wohnte und wo sie noch im Jänner 1945 ihren zweiten Sohn Christoph zur Welt brachte. Nach der Vertreibung und Flucht im Mai gelangte die Familie über Umwege schließlich 1950 nach Schruns im Montafon, wo auch die vier Kinder Phillip, Christoph, Barbara und Michael aufwuchsen.

 

Eleonore Schönborn wurde im Jahr 1997 bereits mit dem Großen Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg geehrt.