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12.05.2014

Tag der Offenen Baustelle in der Hochschule Heiligenkreuz

Segnung des neuen Medienzentrums: ein digitalen „Türöffner“.

Am 30. April feierte die „Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz“ mit 500 Besucherinnen und Besuchern einen „Tag der Offenen Baustelle“, bei dem Rektor P. Karl Wallner OCist, Vizerektor P. Alkuin Schachenmayr OCist, Professoren und Studenten  durch den Rohbau führten.

 

Nach der Vorstellung der Studenten – von den 242 Studierenden sind 142 Ordensleute und Priesteramtskandidaten – wurde eine  Dankvesper in der Abteikirche mit Abt Maximilian Heim OCist gefeiert, der auch das neue „Medienzentrum Heiligenkreuz Studio 1133“ segnete. „Studio 1133“ – 1133 wurde das Zisterzienserstift gegründet – ist derzeit der Name einer Talkshow, die in Heiligenkreuz aufgezeichnet wird über Themen der Hochschule und des Stiftes.

 

Die Glut bewahren

In der Dankvesper erinnerte Abt Maximilian an das Geheimnis der Auferstehung und die Sendung der Jünger, die gerufen worden waren, „hinauszugehen in die ganze Welt und allen Menschen das Evangelium zu verkünden“. Der Abt bezog sich auf Paulus, der im Römerbrief, Kapitel 10, Vers 14, schrieb: „Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?“


Die Verkündigung und Verheutigung des Evangeliums brauche einen „motivierten und wirksamen Einsatz“, sagt Abt Maximilian zum „Sonntag“. Es gelte, nicht nur das Feuer, sondern besonders die Glut, die nachhaltiger sei, zu bewahren.

 

Ins Heute übersetzen

Die Hochschule mühe sich, die erlernte Theologie nicht nur im Raum der Fachsprache zu belassen, sondern in das Heute, das „Aggiornamento“, wie der hl. Papst Johannes XXIII. gesagt habe, zu übersetzen. Das neue Heiligenkreuzer Medienzentrum steht unter dem Patronat des hl. Papstes Johannes Paul II., „der auch die modernen Medien seiner Zeit für die Verkündigung genutzt hat“, sagt Heim. Theologie als Wissenschaft und die Verkündigung müssten „zusammengebracht“ werden. Die Theologiestudierenden müssten fähig werden, „die christliche Botschaft zu transformieren, das heißt, in die Sprache der Menschen von heute zu übersetzen“.

 

Mediale „Türspalten“

Die „moderne digitale Welt, die unser Leben prägt“, könne auf diesem Weg erkennen, „dass Gott die Menschen nicht allein lässt“, betont Abt Maximilian: „Wir müssen die (heute digitalen) Türen weit aufmachen für Christus, wie Papst Johannes Paul II. gesagt hat.“


Jede dieser „medialen Türspalten“ sollte genutzt werden für die Verkündigung der Botschaft Christi. Die jungen Heiligenkreuzer Theologiestudierenden  sollten lernen, mit den neuen Medien umzugehen und auf jenen „neuen Wegen und Straßen zu gehen, auf denen uns die Menschenheit entgegenkommt“, wie Papst Franziskus sagte. Auch Heiligenkreuz müsse „jene Medien verwenden, die heute möglich sind“, sagt Abt Maximilian.