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16.12.2016
Andreas Leiner folgt als Statthalter auf Karl Lengheimer.

Wechsel an der Spitze der Grabesritter in Österreich

Andreas Leiner folgt als Statthalter auf Karl Lengheimer.

Wechsel an der Spitze der Grabesritter in Österreich: Der Großmeister des Ordens, Kardinal Edwin Frederick O'Brien, hat Andreas Leiner, bisher Kanzler der österreichischen Statthalterei, mit Wirksamkeit zum 1. Jänner 2017 zum neuen Statthalter des Ordens in Österreich ernannt. Leiner folgt auf Karl Lengheimer, der diese Funktion seit 2008 ausübte.

 

Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem hat in Österreich rund 500 Mitglieder in zwölf Komtureien. An der Spitze stehen der Statthalter und der Großprior (derzeit Alterzbischof Alois Kothgasser). Zu den prominentesten Mitgliedern in Österreich zählt u.a. Kardinal Christoph Schönborn.

 

Lange Historie

Der Ritterorden entstand aus einem mittelalterlichen Brauchtum, bei dem adelige Pilger am Heiligen Grab zu Jerusalem zum Ritter geschlagen wurden. Der heutige Orden, eine eigenständige juristische Person des Kirchenrechts, ist eine vorwiegend von Laien getragene, humanitäre Organisation zur Unterstützung der im Heiligen Land lebenden und von den politischen Auseinandersetzungen betroffenen Christen. Die Grabesritter unterstützen etwa den Unterhalt von Kirchen, Schulen, Kindergärten, Sozialstationen und Altenheimen in Israel, Jordanien und Palästina mit jährlichen Millionenbeträgen. Für bedürftige christliche Familien gibt es finanzielle Soforthilfen.

 

Der Beitritt steht grundsätzlich jedem frei - Männern wie Frauen, Laien wie Klerikern. Grundvoraussetzung ist die Bereitschaft, ein Leben nach den Lehren der katholischen Kirche führen und sich für die Menschen im Heiligen Land einzusetzen. Bei besonderen Veranstaltungen erkennt man die Ordensdamen an einem schwarzen, die Herrn an einem weißen Mantel mit dem Jerusalemkreuz.

 

Der Orden ist mit rund 25.500 Mitgliedern in 30 Ländern vertreten. Er ist neben dem Malteser-Ritterorden der einzige vom Vatikan anerkannte Ritterorden. Der oft immer noch als Ritterorden titulierte Deutsche Orden ist seit 1929 ein geistlicher Orden.