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07.06.2019

„Komm Heiliger Geist!“

Frage: Wie kann eine Heilig-Geist-Erfahrung gelingen?

 

 

 

An dieser Stelle könnten wir über die Gaben und Charismen des Heiligen Geistes schreiben. Oder wir könnten Bibelstellen zitieren, in denen nachzulesen ist, wie der Heilige Geist wirkt.

 

Wir haben uns aber dazu entschlossen, einen konkreten und praktischen Zugang zu wählen. Wir wollen der Frage auf den Grund gehen, wie man eine Heilig-Geist-Erfahrung machen kann.


Aus diesem Grund bitten wir Daniela Pavlon zu einem Interview. Die 31-jährige Wienerin organisiert und betreut gemeinsam mit ihrem Ehemann seit Jahren Alpha-Kurse, bei denen es jeweils auch ein ganzes Wochenende gibt, an dem es darum geht, Erfahrungen mit dem Heiligen Geist zu machen.


Und die gute Nachricht gleich vorweg: Der Heilige Geist ist jederzeit da! Und: Er möchte in unser Leben kommen!

 

Daniela Pavlon beschreibt das mit einem schönen Bild: „Man kann sich den Heiligen Geist ein wenig vorstellen wie ein Flugzeug, das vor dem Landen mehrere Kreise ziehen muss, weil keine Landebahn frei ist. Das ist auch mit dem Heiligen Geist so. Er kreist die ganze Zeit um uns und wartet, bis er landen kann. Bis wir offen und bereit für ihn sind.“


Nichts, als die Liebe

Was ist der Heilige Geist eigentlich? Was tut er? Das wird Daniela Pavlon von vielen Teilnehmern beim Alpha-Kurs immer wieder gefragt. Ihre Antwort darauf: „Ganz vereinfacht gesprochen, würde ich den Heiligen Geist mit dem Wort Liebe umschreiben.

 

Jeder, der ihn erfährt, spürt Liebe und merkt, wie sehr er von Gott geliebt wird. Oder er empfindet plötzlich aufrichtige uneingeschränkte Herzens-Liebe für Andere.“

 

Erst durch den Heiligen Geist sind wir fähig, eine richtige Beziehung mit Gott zu führen, erklärt Daniela weiter: „Der Heilige Geist ist das i-Tüpftelchen am Glauben. Wenn man ihn erlebt, kann man einen sehr lebendigen Glauben führen, tritt in eine Beziehung mit Gott ein. Weil man plötzlich merkt, wie sehr man von Gott geliebt wird und dass er noch viel Größeres mit uns vorhat, als wir es uns vorstellen können.“


Muss man etwas fühlen?

Wobei der Heilige Geist nicht immer nur eine Frage des Fühlens ist, hält Daniela fest: „Viele Menschen spüren richtiggehend körperliche Auswirkungen – es wird ihnen zum Beispiel ganz warm. Oder es laufen ihnen Freudentränen über die Wangen, weil sie so berührt sind. Oder sie spüren in ihrem Herzen, dass gerade Heilung passiert oder dass sie Ängste ablegen.

 

Viele Leute spüren aber auch im Moment der Heilig-Geist-Erfahrung wenig oder gar nichts, merken aber im Nachhinein, dass sich ihr ganzes Leben verändert, spüren, dass sie der Heilige Geist führt.“


Also egal ob die Begegnung mit dem Heiligen Geist ein Gefühl erzeugt, oder nicht – eines ist sicher: Die Auswirkungen auf das eigene Leben sind laut Daniela Pavlon immer grandios: „Der Heilige Geist möchte nur durch und durch Gutes für uns, er empfindet einfach nur Liebe für uns. I

 

ch zitiere da immer gerne folgende Bibelstelle: „Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.“ (Lukas 11,13).


Immer und jederzeit da

Und genau darum geht es beim Heiligen Geist. Man kann ihn jederzeit bitten zu kommen, also ins eigene Leben zu treten und einen voll und ganz zu berühren. Auch hier beruft sich Daniela Pavlon auf eine Bibelstelle: „Berauscht euch nicht mit Wein – das macht zügellos –, sondern lasst Euch vom Geist erfüllen.“ (Epheser 5,18).

 

Pavlon: „Wenn man diese Stelle in ihrer ursprünglichen Originalsprache liest, dann würde es heißen, ,lasst euch fortwährend erfüllen`.

 

Der Heilige Geist ist also nicht nur für punktuelle Begegnungen da. Sondern wir dürfen unser ganzes Leben mit dem Heiligen Geist verbringen. Wenn wir im Beruf zum Beispiel vor einem wichtigen Meeting stehen, können wir den Heiligen Geist um Beistand anrufen.“