Die Franziskanerinnen von der Christlichen Liebe trauern um Sr. M. Walfriede (Mag. pharm. Berta Nowotny), die am 27. Jänner 2026 im 89. Lebensjahr in Wien verstorben ist.
Der Lebensweg von Sr. Walfriede war geprägt von frühen Verlusten, großer innerer Stärke und einem tiefen Vertrauen auf Gott.
1937 in Inzenhof bei Güssing als älteste von drei Geschwistern geboren, verlor sie bereits im Kindesalter beide Eltern. Während die Schwestern in verschiedenen Familien untergebracht wurden, fand sie selbst im Dorf bei einem Onkel ein liebevolles Zuhause. Die Begegnung mit einer Schwester der Kongregation weckte schon früh den Gedanken an einen Ordensweg.
1951 trat sie als Aspirantin in das Mutterhaus ein. Nach der Matura in der Kenyongasse folgte auf Auftrag ihrer Gemeinschaft das Pharmazie‑Studium, dem sie sich mit großer Freude widmete. Anschließend begann sie das Noviziat und legte 1965 die zeitliche, 1968 die ewige Profess ab.
Ihr beruflicher Weg führte sie in mehrere Wiener Apotheken, darunter die traditionsreiche „Apotheke zum römischen Kaiser“ in der Wollzeile und die Ludwigsapotheke in Simmering, der sie langfristig verbunden blieb. Mit der Errichtung einer neuen Apotheke im Hartmannspital übernahm Sr. Walfriede schließlich deren Leitung – eine Aufgabe, die sie mit Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und Herzlichkeit erfüllte.
Sr. Walfriede war bekannt für ihre Freigebigkeit, ihr offenes Wesen und ihre Hilfsbereitschaft. Sie prägte das gemeinschaftliche Leben durch Ideenreichtum und Organisationstalent – ob bei Festen, Feiern oder den von ihr über viele Jahre inszenierten Theateraufführungen.
In den letzten Monaten ihres Lebens wurde sie in der Pflegestation des Mutterhauses behutsam begleitet. Ihr lebenslanges Gebet „Jesus, dir leb ich“ blieb ihr bis zuletzt Trost und Wegweiser auf ihrem Gang in die ewige Heimat.
Begräbnis