Montag 2. März 2026
Artikel aus dem Archiv

Die wichtigste Zeit im Jahr?

(18.12.2011) Advent – Gedanken, Impulse und Ermutigung zum Kommenden.



Augen auf – und Mut!

„Wahre adventliche Freude kann nur dort aufkommen, wo wir uns aus der Notsituation unseres Lebens und unserer Welt nicht davonstehlen und wo wir die Augen nicht verschließen vor dem großen Quantum an Leiden, Elend, Unterdrückung und Ungerechtigkeit in der ganzen Welt. Wahre adventliche Freude kann vielmehr nur dort ankommen, wo wir – realistischerweise – zugeben, dass wir heute in einer ähnlichen Welt leben wie das Volk Israel damals. Auch heute kann wahre adventliche Freude nur auf den Trümmern unseres Lebens und unserer Welt glaubwürdig besungen werden ...


Nur wenn wir unseren Blick nicht von unseren Trümmerhaufen weglenken, sondern sie uns eingestehen, werden wir auch die Kraft erhalten, über unsere Trümmer hinauszublicken auf den kommenden Gott, der uns zu wahrer adventlicher Freude befähigt.    

Kurt Koch


 

Bedingt kapitulieren?

„Wie sehr wir auch in allgemeinen Worten vorgeben, dass wir geändert werden möchten, – wenn es darauf ankommt, wenn die Einzelheiten der Änderung uns vor Augen gestellt werden, schrecken wir vor ihnen zurück und sind es zufrieden, zu bleiben wie bisher. Wenn aber einer zu Gott kommt, um gerettet zu werden, so ist nach meiner Ansicht das Wesen wahrer Bekehrung eine Übergabe seiner selbst, eine vorbehaltlose, bedingungslose Übergabe, und das ist eine Weise, die sehr viele, die zu Gott kommen, nicht annehmen können. Sie möchten gerettet werden, aber auf  ihre eigene Weise, sie möchten (sozusagen) bedingt kapitulieren, ihre Güter behalten ...“
John Henry Newman




Sehn-Süchte

„Wer sich von seinen Sehnsüchten raten lässt, ist am schlechtesten dran. Ob sie stillbar sind oder unstillbar, jede verdrängt das Ziel und fälscht die Wahrnehmungen dahin. Der Verzicht auf alle Sehnsucht räumt den Weg frei. Seine Markenzeichen sind geprägt von Liebe und Erbarmen.“

Christine Lavant




Nicht auszudenken

„Jesus war eine Überraschung, eine Gestalt, die niemand so erwartet hätte.“
Joseph Ratzinger


 


Das Herz muss sich bewegen

„Lasst auch uns auf die abenteuerliche Reise des Herzens zu Gott gehen! Lasst uns vergessen, was hinter uns liegt! Es ist noch alles Zukunft. Es sind noch alle Möglichkeiten des Lebens offen, weil wir Gott noch finden, noch mehr finden können. Nichts ist vorbei und dem verloren, der Gott entgegenläuft, dem Gott, der die ewige Jugend ist ...
Wie soll ich laufen? Das Herz  muss sich bewegen! Das betende, das verlangende, das schüchterne, aber ehrlich in guten Werken sich übende Herz, das läuft, das wandert Gott entgegen; das Herz, das glaubt und sich nicht verbittern lässt; das Herz, das die Torheit der Güte für gescheiter hält als die Schlauheit des Egoismus; das Herz, das an die Güte Gottes glaubt; das Herz, das seine Schuld sich von Gott liebend vergeben lassen will ... ein solches Herz hat die abenteuerliche Reise der königlichen Herzen nach Gott angetreten ...“    

Karl Rahner




Warum?

„Du Feuer und Abgrund der Liebe, brauchst du denn dein Geschöpf? Es scheint mir so, denn du benimmst dich, als ob du ohne es nicht mehr leben könntest. Dabei bist du doch das Leben, von dem alles Leben hat und ohne das nichts lebt.
Warum also bist du deinem Geschöpf so närrisch zugetan?“

Katharina von Siena   

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