Als im November 1938 in Wien Synagogen brannten und jüdische Menschen misshandelt und verschleppt wurden, blieb der öffentliche Protest der Kirchen aus. Das Gedenken in St. Ruprecht stellt sich diesem gemeinsamen christlichen Versagen. Es verbindet die Trauer um die Opfer mit theologischer Umkehr – und der Verpflichtung, jüdischem Leben heute solidarisch zur Seite zu stehen.