Die frühen Christen brachten sonntags zur Messfeier – die ja eine Mahlfeier war – die notwendigen Dinge mit, vor allem Brot und Wein. Was übrigblieb, wurde an die Armen verteilt.
Lange war es üblich, die Gaben in einer Reihe nach vorne zum Altar zu bringen (wie heute noch bei speziellen Anlässen). Das blieb auch noch eine Zeit lang so, als Geldspenden die Sachspenden abgelöst hatten.
Dann setzte sich das Absammeln per Klingelbeutel durch (in dem die Münzen klingeln) und später durch das – an die ursprünglich gegebenen Naturalien erinnernde – Körbchen.
So ist die Kollekte von früher Zeit an ein Opfer, ein Stück Selbsthingabe – für Christus, die Gemeinde und die armen Brüder und Schwestern – das mithineingenommen wird in das Opfer Christi am Kreuz, das in der Messe gegenwärtig wird.
In manchen Weltgegenden, etwa in Teilen Afrikas, ist es heute noch üblich, Naturalien mitzubringen. Kollekte nannte man früher übrigens auch das Tagesgebet, das die stillen Gebete der Gläubigen „sammelt“, d. h. zu einem gemeinsamen Abschluss bringt.