Sie kann sowohl wegen theologischer Differenzen entstehen wie auch durch Auflehnung gegen eine Autorität. So definiert das katholische Kirchenrecht heute Schisma als Aufkündigung der Gemeinschaft unter dem Papst bzw. mit der unter der Autorität des Papstes stehenden Kirche.
Die Geschichte des Christentums ist eine Geschichte fortwährender Abspaltungen. Eine der ersten war die der Ebioniten, die – im Gegensatz zu Paulus – darauf bestanden, dass das jüdische Gesetz auch für Christen gilt.
Erstmals wurde das Wort Schisma verwendet, als 1054 die Trennung zwischen römisch-katholischer und griechischer (orthodoxer) Kirche durch gegenseitige Bannflüche besiegelt wurde („großes morgenländisches Schisma“).
Beide Kirchen spalteten sich weiter. Die katholische etwa vorübergehend in der Zeit von 1378 bis 1417 im „abendländischen Schisma“ mit seinen Gegenpäpsten - und dann nachhaltig in der Reformationszeit, die hundert Jahre später begann.
Weitere Schismen waren die Bildung der Altkatholischen Kirchen ab 1872 oder der Bruch des Erzbischofs Marcel Lefebvre mit der katholischen Kirche 1988. Die Geschichte der meisten christlichen Konfessionen ist bis heute „reich“ an Spaltungen.