Simonie hat nichts mit Simone vom Songcontest 1990 oder mit dem greisen Simeon im Tempel zu tun.
Das Wort kommt vom Zauberer Simon Magus in der Stadt Samaria, den die Apostelgeschichte erwähnt.
Er kommt mit Geld zu den Aposteln und möchte von ihnen die Fähigkeit erkaufen, anderen die Hände so aufzulegen, dass sie den Heiligen Geist empfangen.
Da werden die Apostel grantig, „weil du gemeint hast, dass die Gabe Gottes durch Geld zu erlangen sei“.
So kam es, dass man es als Simonie bezeichnet, wenn jemand gegen Geld etwas kaufen will, dass Gott entweder den Gläubigen zugesagt hat (z.B. ein Sakrament) oder wozu er sie beruft (ein geistliches Amt wie das des Bischofs oder des Papstes) oder was aufgrund seiner besonderen Würde nicht Gegenstand eines Handels sein sollte (z.B. eine Reliquie).
Bis in die Neuzeit waren manche Arten der Simonie – etwa Bestechung bei der Papstwahl – gang und gäbe.
Simonie ist heute vom Kirchenrecht streng verboten. Man muss auch im kirchlichen Alltag darauf schauen, mit Messen, Taufen, Hochzeiten, Segenswünschen etc. kein Geschäft zu machen.
Es ist aber o.k., Unkostenbeiträge – etwa für den Organisten – zu verlangen oder Spenden anzunehmen – etwa wenn jemand eine Messe auf eine bestimmte Meinung gelesen haben möchte.