Samstag 28. Februar 2026

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27.02.2026

Heiliger Gabriel von der Schmerzhaften Mutter (27. Februar)

Der Passionistenorden feiert heute den Hl. Gabriele Possenti

Der heilige Gabriel von der Schmerzhaften Mutter – mit bürgerlichem Namen Francesco Possenti – wurde 1838 in Assisi geboren. Er wuchs in einer wohlhabenden, gebildeten Familie auf, war charmant, beliebt und talentiert. Freunde nannten ihn „Checchino“. Er liebte elegante Kleidung, Theater, Feste und das gesellschaftliche Leben. Alles deutete auf eine glänzende Zukunft hin.

 

Doch sein Leben hatte eine zweite, tiefere Spur. Schon als kleines Kind verlor er seine Mutter. Vor ihrem Tod vertraute sie ihn der Gottesmutter an – und diese Beziehung zu Maria wurde zum roten Faden seines Lebens. Äußerlich war er ein junger Mann mitten im Leben. Innerlich suchte er mehr.Mit 18 Jahren kam die Entscheidung. Während einer Marienprozession in Spoleto traf ihn ein innerer Ruf wie ein Blitz: „Was machst du noch in der Welt? Das Ordensleben erwartet dich.“ Für ihn war klar – das war kein Gefühl, sondern Berufung. Er trat bei den Passionisten ein und nahm den Namen Gabriel von der Schmerzhaften Mutter an. Sein Ordensleben dauerte nur sechs Jahre. Er war kein spektakulärer Wundertäter, kein berühmter Prediger. Er tat das, was alle taten: beten, studieren, dienen. Aber er tat es mit einer Intensität und Liebe, die seine Mitbrüder tief beeindruckte. Seine Überzeugung war schlicht: Gott schaut nicht so sehr darauf, was wir tun, sondern wie wir es tun. Kurz vor seiner Priesterweihe erkrankte er an Tuberkulose. Er war erst 23. Am 27. Februar 1862 starb er mit einem einfachen Ruf auf den Lippen: „Mamma mia, komm schnell.“ Gemeint war Maria. Was macht ihn für junge Menschen heute interessant? Gabriel zeigt, dass Heiligkeit nichts mit Weltflucht oder Langeweile zu tun hat. Er war lebensfroh, humorvoll, attraktiv, voller Energie. Er kannte die Faszination der Welt – und entschied sich bewusst für einen tieferen Sinn. Seine Freude verschwand im Kloster nicht. Sie wurde klarer.

 

Er wurde 1920 heiliggesprochen und ist bis heute einer der beliebtesten Heiligen Italiens. Man nennt ihn „den Heiligen des Lächelns“. Nicht weil sein Leben leicht war, sondern weil er gelernt hatte, selbst im Leiden zu vertrauen. Seine zentrale Botschaft ist überraschend einfach: Vertraue. Vertraue Gott. Vertraue Maria. Und lebe das Gewöhnliche mit außergewöhnlicher Liebe. Der 27. Februar erinnert daran, dass Heiligkeit jung sein kann, lebensnah – und radikal.