Herbert Samm wurde am 9. Juni 1935 geboren. Seine Kindheit verbrachte er auf dem elterlichen Bauernhof, wo er früh Verantwortung übernahm und beim Hüten der Rinder lernte, aufmerksam und verlässlich zu sein.
Kardinal Franz König weihte ihn am 29. Juni 1959 im Stephansdom zum Priester. Am 5. Juli 1959 feierte er in Edlitz seine Primiz. In den folgenden Jahrzehnten stellte er seine Kräfte in den Dienst der Kirche und der Menschen in verschiedenen Pfarren und Einrichtungen der Erzdiözese. Er wirkte als Kaplan in Bruck an der Leitha, als Studienpräfekt und später als Rektor am Erzbischöflichen Seminar in Hollabrunn, als Pfarrer in Krumbach, als Rektor im Bildungshaus St. Bernhard in Wiener Neustadt sowie später als Pfarrer in Payerbach und Seebenstein.
Seine Seelsorge war geprägt von Aufmerksamkeit für die Menschen, von Verlässlichkeit und von einer ruhigen, humorvollen Art, die Begegnungen oft leicht und herzlich machte. Viele erlebten ihn als einen Priester, der zuhören konnte und der den Alltag der Menschen ernst nahm. Auch im praktischen Bereich setzte er deutliche Zeichen. Mit großem Engagement begleitete er Renovierungen und Bauprojekte in den Pfarren, sorgte für die Erhaltung von Kirchen und schuf Räume, in denen sich Gemeindeleben entfalten konnte. Für dieses Wirken erhielt er mehrfach die „Goldene Kelle“ des Landes Niederösterreich.
Seit 2006 lebte er im Mater Salvatoris in Bad Erlach. Auch dort blieb er, soweit es ihm möglich war, seelsorglich tätig und unterstützte Pfarren der Umgebung. Nicht selten war er mit dem Fahrrad unterwegs, wenn irgendwo ein priesterlicher Dienst gebraucht wurde.
Sein Leben war getragen von Glauben, Bescheidenheit und der Treue zu seinem Auftrag als Priester.
Am Sonntag, dem 15. März 2026, um 11.00 Uhr wird in der Pfarrkirche Seebenstein die heilige Messe vom 4. Fastensonntag gemeinsam mit Erzbischof Josef Grünwidl gefeiert, auch im Gedenken an Herbert Samm.
Am Samstag, dem 28. März 2026, um 10.30 Uhr findet in der Kapelle des Mater Salvatoris eine Gedenkmesse statt.
Die Beisetzung erfolgt im Familienkreis auf dem Wiener Zentralfriedhof.