Die Familien bewegten sich mittels Rätselapp durch den ersten Bezirk. Je nach Alter der Kinder gab es verschiedene Schwierigkeitsstufen. Dabei beantworteten sie 30 Fragen zum Leben und Wirken des heiligen Klemens, sowie zu den Kirchen Maria am Gestade, der Kirche am Hof und zum Stephansdom. Auch die Bäckerei Grimm und die Tradition der Klemensweckerl wurden dabei entdeckt und am Ende des Festes durften sich alle ein gesegnetes Gebäck mitnehmen.
Zwischendurch konnten sich die Teilnehmenden sowohl in Mamas Café im Zwettlerhof als auch im Stephanisaal mit Erfrischungen und kleine Snacks stärken.
Ein Bub aus der dritten Klasse Volksschule und seine Mutter zeigten sich begeistert: „Bisher hat alles super funktioniert und es gefällt uns sehr gut.“
Zwei Kinder der dritten und vierten Klasse Volksschule waren sich einig, dass die Rätselrallye sehr einfach sei, sie aber einiges Neues erfahren haben.
Für ein Mädchen aus dem zweiten Gymnasium waren die Fragen „herausfordernd aber nicht unbewältigbar.“ Ihre Mutter fügte hinzu: „Ich bin begeistert von der gesamten Organisation. Das war unser erstes und sicher nicht unser letztes Klemensfest.“
Den gemeinsamen Abschluss und Höhepunkt fand das Fest mit einem Gottesdienst im Stephansdom, dem Generalvikar Nikolaus Krasa vorstand und der von Markus Göller und den Kindern der Domsingschule musikalisch gestaltet wurde. Musik spielte nicht nur in der Predigt eine wichtige Rolle und so sorgten die Kinder der Domsingschule für etliche Ohrwürmer.
In seiner interaktiven Predigt erklärte Nikolaus Krasa den Mitfeiernden: „Heilige sind Menschen, die einen Ohrwurm in sich tragen. Der, der ihnen die Melodie vorgesungen hat, ist Gott.“ Heilige hören diesen Ohrwurm besonders oft im Leben aber auch jeder und jedem Einzelnen habe Gott eine Melodie ins Herz gelegt. Der Ohrwurm des heiligen Klemens ist der Satz: „Nur Mut, Gott lenkt alles.“ Das sei umso bemerkenswerter, als das Leben des heiligen Klemens objektiv betrachtet kein einfaches gewesen sei. Seinen Wunsch Priester zu werden, konnte er erst auf Umwegen und nach einer Bäckerlehre realisieren. Er reiste viele tausende Kilometer quer durch Europa und verlor nie den Mut.
Krasa stellte schließlich den Mitfeiernden die Frage: „Was ist dein göttlicher Ohrwurm?“ Er stellte klar: „Christ sein heißt Gottes Ohrwurm in dir zu hören und vielleicht ab und an auch zu singen.“
Organisiert wurde das Klemensfest vom Schulamt und der Schulstiftung der Erzdiözese Wien. Andrea Pinz, Schulamtsleiterin und Vorsitzende der Schulstiftung, zeigte sich in ihren Grußworten begeistert von „so vielen klugen Kindern“ und stellte mit einem Augenzwinkern fest: „Der heilige Klemens wäre heute sicher gerne dabei gewesen. Ich weiß nicht, ob ER alle Fragen beantworten könnte.“