Auf die energiespendende Kraft der Sakramente speziell in Krisenzeiten und Zeiten der Niedergeschlagenheit hat der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl, am Montag, 30. März 2026, bei der Chrisammesse am Montagabend im Stephansdom hingewiesen. "Die heiligen Öle wollen uns Gottes Energie schenken, dem Leben Glanz verleihen und Balsam für die Seele sein", sagte Grünwidl.
Zugleich würden die Öle zeigen, dass der christliche Glaube nicht einem "abstrakten Gott" gelte, sondern einem Gott, "der uns sanft berührt und der uns konkret, heute, im Hier und Jetzt in den Sakramenten begegnen will".
Diese Präsenz der Welt und des "Hier und Jetzt" ziehe sich wie ein roter Faden durch das Evangelium, führte der Erzbischof aus. Entsprechend sei auch die christliche Liturgie ganz von konkreten Handlungen und Zeichen durchdrungen: Brot, Wein, Wasser, Luft, Feuer, Öl, Asche, Farben, Worte, Töne etc. "In diesen Zeichen will Gott uns berühren, konkret und persönlich".
Die Heiligen Öle, die in der Chrisammesse traditionell geweiht werden, würden entsprechend vielfältig zum Einsatz kommen: Als "Energiequellen" in Krisenzeiten, aber auch als "Balsam für die Seele" und als Zeichen des Glanzes und des Schönen in Zeiten, in denen "so vieles matt und glanzlos" wirke und "Mattigkeit, Frust und Resignation" vorherrschten.