Sonntag 12. April 2026

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ELISABETH FUERST _Stift Heiligenkreuz
12.04.2026

Altabt Gerhard Hradil OCist in Stit Heiligenkreuz verstorben

Die Zisterzienserabtei Heiligenkreuz gibt bekannt, dass Abt em. Gerhard Hradil OCist heute, am Morgen des Weißen Sonnntags , dem 12. April 2026, in den frühen Morgenstunden nach kurzer Krankheit, gestärkt durch die heiligen Sakramente, im 98. Lebensjahr verstorben ist.

Karl Hradil wurde am 28. Oktober 1928 in Wien-Lainz geboren und wuchs dort auf. Nach der Matura am Humanistischen Gymnasium in Wien-Hietzing trat er am Hochfest der Kreuzerhöhung 1947 in das Noviziat des Stiftes Heiligenkreuz ein und nahm den Ordensnamen Gerhard an. Die zeitliche Profess legte er am 14. September 1948 ab, die Feierliche Profess folgte drei Jahre später. Nach dem Studium am Institutum Theologicum in Heiligenkreuz empfing er am 23. November 1952 in der Stiftskirche die Priesterweihe durch Kardinal Theodor Innitzer.

 

Seit 1959 war er als Pfarrverweser in Trumau tätig. 1966 kehrte er in das Stift zurück und wirkte dort bis 1982 als Novizenmeister sowie als Subprior und Spiritual. Darüber hinaus übernahm er vielfältige Aufgaben, unter anderem als Klerikerpräfekt, Kantor und Lateinprofessor. 1977 wurde er zum Prior ernannt.

 

Am 10. Juni 1983, dem Herz-Jesu-Fest, wählten ihn die Mitbrüder zum 66. Abt des Stiftes Heiligenkreuz; die Benediktion erfolgte am 10. Juli 1983 durch Kardinal Franz König. In seine Amtszeit fielen das 850-Jahr-Jubiläum des Stiftes im Jahr 1983, der Besuch von Bundespräsident Richard von Weizsäcker sowie die Begegnung mit Mutter Teresa im Jahr 1988. Im selben Jahr gründete er auf Wunsch von Bischof Franz Hengsbach das Priorat Bochum-Stiepel. Neben seinen Aufgaben im Stift übernahm er auch überdiözesane Verantwortung: Von 1984 bis 1989 war er Vorsitzender der Wiener Ordensoberenkonferenz, von 1991 bis 1997 Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation. Von 1996 bis 1999 wirkte er zudem als Prior der Komturei Baden–Wiener Neustadt des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem; 2012 wurde er zum Komtur mit Stern ernannt.

 

Das Konventkapitel verlängerte 1998 seine Amtszeit, ehe er am 11. Februar 1999 aus gesundheitlichen Gründen resignierte. Ihm folgte P. Gregor Henckel Donnersmarck (+ am 20. April 2025) nach. Auch nach seiner Emeritierung blieb er im Stift tätig, unter anderem als Magister der Juniores, Spiritual und Exerzitienleiter. Über viele Jahre hinweg verantwortete er zudem die Schriftleitung des Jahrbuches Sancta Crux.

 

Die Aufbahrung des Verstorbenen erfolgt am Freitag, den 17. April 2026, ab 8:00 Uhr nach der Überführung zur Klosterpforte in der Totenkapelle des Kreuzgangs im Stift Heiligenkreuz. Gelegenheit zum persönlichen Gebet und zum Gedenken besteht vor Ort.

 

Das feierliche Pontifikalrequiem wird am Samstag, den 18. April 2026, um 10:00 Uhr in der Stiftskirche Heiligenkreuz gefeiert. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Klosterfriedhof.

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