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Von OTFW, Berlin - Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51669402
17.04.2026

Sel. Max Josef Metzger (17. April)

Max Josef Metzger war ein deutscher Priester der sein Leben ganz in den Dienst von Frieden und Versöhnung stellte. In einer Zeit von Krieg und Unrecht hielt er mutig an seinem Glauben fest und setzte sich für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben der Menschen ein. Dafür nahm er Verfolgung und schließlich sogar den Tod in Kauf und wird heute als Seliger der katholischen Kirche verehrt

Max Josef Metzger wurde am 3. Februar 1887 in Schopfheim als Sohn eines Lehrers geboren und wuchs in einem katholisch geprägten Elternhaus auf. Nach dem Besuch der Volks- und Realschule setzte er seine Ausbildung an Gymnasien in Donaueschingen, Lörrach und Konstanz fort. Anschließend studierte er Philosophie und Theologie in Freiburg im Breisgau und in Freiburg in der Schweiz. Bereits früh zeigte sich seine große Begabung, sodass er 1911 zum Doktor der Theologie promoviert wurde und noch im selben Jahr die Priesterweihe empfing.

 

Statt eine akademische Laufbahn einzuschlagen, entschied sich Metzger bewusst für die Seelsorge unter den Menschen. Als Kaplan wirkte er unter anderem in Mannheim, Karlsruhe und im Breisgau. Die Erfahrungen als Feldgeistlicher im Ersten Weltkrieg erschütterten ihn zutiefst und führten zu einer inneren Wandlung, durch die er zu einem überzeugten Pazifisten wurde. Fortan setzte er sich leidenschaftlich für Frieden und Versöhnung ein und gründete mehrere internationale Friedensbewegungen, die Menschen über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg verbinden sollten. Während der Zeit des Nationalsozialismus geriet Metzger wegen seiner Überzeugungen zunehmend unter Druck. Er entwickelte Gedanken für eine zukünftige friedliche Ordnung Europas und schrieb ein Memorandum, das demokratische Strukturen für Deutschland entwarf. Dieses Dokument wurde ihm zum Verhängnis, als es durch Verrat in die Hände der Gestapo gelangte. Im Jahr 1943 wurde er verhaftet und vor dem Volksgerichtshof unter dem Vorsitz von Roland Freisler in einem kurzen Schauprozess zum Tode verurteilt.

 

Am 17. April 1944 wurde Max Josef Metzger im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Sein Leben war geprägt von tiefem Glauben, mutigem Einsatz für den Frieden und der Überzeugung, dass Versöhnung stärker ist als Gewalt. Die katholische Kirche erkannte sein Martyrium an, und unter Papst Franziskus wurde er im Jahr 2024 seliggesprochen. Heute gilt er als Vorbild für Zivilcourage, Glaubenstreue und den unermüdlichen Einsatz für eine friedlichere Welt.