Im Wiener Diözesankonservatorium für Kirchenmusik der Erzdiözese Wien fand am 21. April 2026 ein Treffen aller Direktoren der österreichischen Diözesankonservatorien statt. Johannes Chum (Direktor Diözesankonservatorium Graz), Ewald Donhoffer opræm (Direktor Diözesankonservatorium Linz), Michael Poglitsch (Direktor Diözesankonservatorium St. Pölten) und die Gastgeberin des Treffens Mirjam Schmidt (Direktorin Diözesankonservatorium Wien) kamen zu einem mehrstündigen Austausch zusammen, um gemeinsam über die Kirchenmusikausbildung der Konservatorien zu beraten, aktuelle Chancen und Herausforderungen zu benennen und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln.
Das gemeinsame Rahmenstatut verbindet die Konservatorien und bildet eine solide und klar strukturierte gemeinsame inhaltliche und organisatorische Basis der Kirchenmusikausbildung in den Diözesen. Das wachsende Interesse an der Kirchenmusikausbildung zeigt das umfassende Potential der Musica Sacra, die religiöse, ästhetische, soziale und kulturelle Bildung vereint.
Die Direktoren waren sich einig, dass durch die kirchenmusikalische Ausbildung der Zugang zu wesentlichen Glaubensinhalten vermittelt wird, der durch das lebendige liturgische Erleben die Musik zu einem Tor der Spiritualität werden lässt. Eine fundierte liturgische Ausbildung sahen die Schulleiter als wesentliches Element der Ausbildung und wichtiges Aufgabenfeld für die Zukunft.
In der ästhetischen Begegnung mit qualitativ hochstehender Musik könne die Zielsetzung der Ausrichtung nach den Werten des „Wahren, Guten und Schönen“, wie sie das österreichische Schulorganisationsgesetz formuliert, umfassend verwirklicht werden. Die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zur Orientierung an religiösen, sozialen und moralischen Werten werde an den Konservatorien durch die von christlichen Werten geprägte, anspruchsvolle Schulkultur gefördert, und bilde somit einen wertvollen Beitrag in Kirche und Gesellschaft.
Nach einem anregenden, dynamischen und sehr harmonischen Direktoren- Treffen, bei welchem auch die neue Orgel des Diözesankonservatoriums Wien besichtigt wurde, wird man in engem Austausch bleiben. Das nächste Treffen ist im Konservatorium St. Pölten geplant.