Die Direktorin des Museums, Johanna Schwanberg, führte den Präsidenten des ÖGB, Wolfgang Katzian, und Erzbischof Josef Grünwidl durch die aktuelle Sonderausstellung „Alles in Arbeit“. Dabei kamen sie anhand der Ausstellungsobjekte über die verschiedenen Formen und Bilder der Arbeit ins Gespräch. Direktorin Schwanberg zeigte beispielsweise den ersten Computerarbeitsplatz (Lowell Nesbitt, Öl auf Leinwand,1965), erläuterte, dass harte Arbeit erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts in der Kunst dargestellt wurde und warf die Frage auf warum manche Arbeit bezahlt wird und manche nicht. Beim Bild „Maria mit Jesuskind“ (anonym, Öl auf Leinwand, 16. Jhd.) zeigt ein Detail wie früh teilweise die Arbeitsverteilung unter den Geschlechtern diskutiert wurde. Maria ist mit Jesus auf dem Arm im Vordergrund zu sehen, während im Hintergrund Josef die frisch gewaschenen Windeln aufhängt.
Wie wichtig Streik im Zusammenhang mit der Arbeit ist, verdeutlicht das Textilobjekt „Sitdown“ (Arnold, 2025). ÖGB Präsident Wolfgang Katzian erklärte an dieser Stelle, dass das Streikrecht weltweit das am meisten gebrochene Menschenrecht ist.
Katzian und Grünwidl waren sich einig, dass der Einsatz von KI unsere Arbeitswelt enorm verändert. Dabei sei das Hauptproblem das schnelle Tempo. Zusammenhalten möchten sie, wo es gesellschaftliche Spaltung gibt, denn was die Menschen brauchen, sei Optimismus.
Die Ausstellung „Alles in Arbeit“ ist noch bis Ende August 2026 im Dom Museum Wien zu sehen.